Bilanz der Waffenverbotszonen im Saarland: Über 120 Verstöße in einem Jahr
Saarbrücken / Neunkirchen – Rund ein Jahr nach Einführung von Waffen- und Messerverbotszonen in den Innenstädten von Saarbrücken und Neunkirchen zieht das saarländische Innenministerium eine erste Bilanz. Nach Angaben von Innenminister Reinhold Jost wurden in diesem Zeitraum über tausend Personen kontrolliert. Dabei registrierten die Einsatzkräfte mehr als 120 Verstöße gegen die geltenden Regelungen.
Die Kontrollen fanden sowohl durch uniformierte als auch zivile Polizeikräfte statt und konzentrierten sich insbesondere auf stark frequentierte Bereiche. Schwerpunkte lagen unter anderem in Neunkirchen, wo die Maßnahmen besonders intensiv umgesetzt wurden. Ein Großteil der überprüften Personen hielt sich an die Vorschriften – nur bei einem vergleichsweise kleinen Anteil wurden Verstöße festgestellt.
In den meisten Fällen handelte es sich um Ordnungswidrigkeiten. Dennoch wurden auch strafrechtlich relevante Funde gemacht. Neben Messern stellten die Beamten vereinzelt auch Reizstoffsprühgeräte sowie eine Schreckschusswaffe sicher. Die Auswertung zeigt zudem, dass ein erheblicher Teil der Betroffenen deutsche Staatsangehörige waren.
Aus Sicht des Innenministeriums haben die Verbotszonen vor allem präventiven Charakter. Neben der konkreten Gefahrenabwehr gehe es auch darum, das Sicherheitsgefühl in den Innenstädten zu stärken. Gerade Händler und Besucher hätten die Maßnahmen überwiegend positiv aufgenommen. Die Polizei kann in den ausgewiesenen Bereichen auch ohne konkreten Anlass Kontrollen durchführen – ein Instrument, das weiterhin gezielt eingesetzt werden soll. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



