Gefährliche Schulwegsituation in Ihn: Eltern schlagen Alarm

In Wallerfangen, genauer im Ortsteil Ihn, wächst die Sorge vieler Eltern: Die Situation an der Ortsdurchfahrt und insbesondere an der Bushaltestelle wird zunehmend als gefährlich wahrgenommen. Jeden Morgen warten dort nach Angaben von Anwohnern rund 20 bis 30 Kinder auf den Schulbus – doch die Haltestelle ist kaum als solche erkennbar, ein sicherer Überweg fehlt vollständig.

Hinzu kommt, dass sich viele Autofahrer offenbar nicht an die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h halten. Gerade in den Morgenstunden, wenn die Kinder zur Schule unterwegs sind, komme es immer wieder zu brenzligen Situationen. Erst kürzlich sei ein Kind nur knapp einem Unfall entgangen, berichten Betroffene. Verletzt wurde glücklicherweise bislang niemand – doch die Angst wächst.

Bereits im September 2025 hatten engagierte Bürger mehr als 100 Unterschriften gesammelt und an die Gemeinde übergeben. Ziel war es, auf die Problematik aufmerksam zu machen und konkrete Maßnahmen anzustoßen. Erst im Januar 2026 kam es zu einer Ortsbegehung durch die Ortspolizeibehörde. Dabei sei laut Eltern zugesichert worden, innerhalb weniger Wochen Verbesserungen umzusetzen. Passiert ist seitdem jedoch offenbar nichts.

Die Kritik richtet sich nun zunehmend an die Verantwortlichen vor Ort. Eine offizielle Stellungnahme der Gemeinde steht bislang aus. Viele Eltern fühlen sich mit ihren Sorgen nicht ernst genommen. „Man hat das Gefühl, es wird erst gehandelt, wenn wirklich etwas passiert“, heißt es aus dem Kreis der Betroffenen.

Die Bushaltestelle ist für Autofahrer kaum zu erkennen – Foto: Privat

Die Forderungen sind klar: Eine deutlich sichtbare Kennzeichnung der Bushaltestelle, ein sicherer Fußgängerüberweg – etwa in Form eines Zebrastreifens – sowie Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung. Denkbar wären etwa eine Fahrbahnverengung, eine Verkehrsinsel oder eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 km/h im betroffenen Bereich.

Ob und wann die Gemeinde reagiert, bleibt offen. Klar ist jedoch: Der Druck aus der Bevölkerung wächst – und mit ihm die Erwartung, dass schnell gehandelt wird, bevor aus einer gefährlichen Situation ein tragischer Unfall wird. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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