Assyrische Bewegung verurteilt Gewalt am Saarlouiser Rathaus

Saarlouis – Unbekannte haben am Mittwoch am Saarlouiser Rathaus mehrere Fenster zwischen dem ersten und dritten Obergeschoss beschädigt – mutmaßlich durch Beschuss (wir berichteten an dieser Stelle davon). Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen Ermittlungen aufgenommen. Ein möglicher Zusammenhang mit der zuvor dort gehissten Israel-Flagge wird geprüft.

Nun hat sich die Assyrische Autonomiebewegung e. V. Saarland mit einer öffentlichen Stellungnahme zu Wort gemeldet. Die Organisation reagiert damit auf Berichte über mutmaßliche Angriffe und den größeren Polizeieinsatz in der Kreisstadt. In ihrer Erklärung zeigt sich die Bewegung „zutiefst erschüttert“ über die Geschehnisse. Das Rathaus stehe als Symbol für Demokratie, Bürgernähe und friedliches Zusammenleben und dürfe niemals Ziel von Gewalt werden. Solche Taten seien nicht nur Sachbeschädigung, sondern ein Angriff auf die gesellschaftliche Ordnung und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung.

Die Assyrische Autonomiebewegung betont, jede Form von Gewalt entschieden abzulehnen. Gerade vor dem Hintergrund eigener historischer Erfahrungen mit Verfolgung und Unsicherheit sehe man sich in der Verantwortung, klar für Rechtsstaatlichkeit, Dialog und ein respektvolles Miteinander einzutreten. Man verstehe sich als politische Stimme vieler assyrischer Christen im Saarland und positioniere sich ausdrücklich an der Seite der demokratischen Grundordnung.

Zugleich fordert die Organisation eine schnelle Aufklärung der Hintergründe sowie die konsequente strafrechtliche Verfolgung möglicher Täter. Den Mitarbeiter der Stadtverwaltung spricht sie ihre Unterstützung aus. Abschließend unterstreicht die Bewegung, dass gesellschaftliche Konflikte ausschließlich friedlich und im Dialog gelöst werden dürften. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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