Massenentlassung bei Saarbrücker Stadt-Tochter SSG: Rund 270 Stellen fallen weg

Saarbrücken – Bei der Saar-Service GmbH (SSG), an der die Landeshauptstadt Saarbrücken beteiligt ist, kommt es offenbar zu einem massiven Stellenabbau. Darüber berichtet die Saarbrücker Zeitung. Demnach sollen rund 270 Arbeitsplätze wegfallen – damit wäre nahezu die Hälfte der bisherigen Belegschaft betroffen.

Auslöser für die drastischen Einschnitte ist laut dem Bericht der Verlust eines wichtigen Großauftrags. Brisant: Dieser sei vom eigenen städtischen Gebäudemanagement neu ausgeschrieben und anschließend an ein Unternehmen aus Bad Kreuznach vergeben worden. Nach Angaben der Stadt habe das Konkurrenzunternehmen das wirtschaftlichste Angebot abgegeben. Das stadteigene Unternehmen ging dabei leer aus. Die Entscheidung sei zudem vergaberechtlich überprüft und bestätigt worden.

Wie die Saarbrücker Zeitung weiter berichtet, hätten bereits rund 180 Beschäftigte ihre Kündigung erhalten. Hinzu kämen zahlreiche befristete Arbeitsverhältnisse, die nicht verlängert würden. Besonders brisant: Nach Informationen aus dem Umfeld des Unternehmens sollen überwiegend Frauen betroffen sein. Die Gewerkschaft IG BAU kritisierte die Entwicklung scharf und sprach von einem Preiskampf zulasten der Beschäftigten.

Trotz der schweren Einschnitte plant die Geschäftsführung dem Bericht zufolge derzeit weiterhin mit einer Fortführung des Unternehmens. Ohne die Reduzierung des Personals hätte nach Angaben der Verantwortlichen möglicherweise sogar der komplette Fortbestand der Gesellschaft auf dem Spiel gestanden. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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