Bargeldkoffer auf dem Dachboden: Welker macht brisantes Geständnis
Saarbrücken – Im Korruptionsprozess rund um den Umbau des Ludwigsparkstadions hat sich der frühere Stadionverantwortliche Martin Welker erneut vor dem Landgericht Saarbrücken geäußert. Im Mittelpunkt stand diesmal ein Bargeldfund von fast 400.000 Euro, der während der Ermittlungen auf dem Dachboden seines Wohnhauses entdeckt worden war.
Welker erklärte vor Gericht, das Geld habe nicht ihm gehört, sondern einem ebenfalls angeklagten Unternehmer aus der Baubranche. Er räumte jedoch ein, gewusst zu haben, dass der Mann den Koffer mit dem Bargeld in einem Abstellraum seines Hauses gelagert habe. Nach eigenen Angaben habe er diese Information bislang verschwiegen, um den Unternehmer in einem anderen Verfahren nicht zusätzlich zu belasten.
Auch zu einem Porsche Macan, der laut Ermittlern zeitweise von Welker genutzt worden sein soll, äußerte sich der frühere Baustellenmanager. Die Darstellung der Staatsanwaltschaft, wonach ihm das Fahrzeug kostenlos überlassen worden sei, wies er zurück. Das Auto sei lediglich während eines privaten Konflikts des Unternehmers auf seinem Grundstück abgestellt worden.
Mit der Aussage endete Welkers umfangreiche Stellungnahme im laufenden Verfahren. Über mehrere Verhandlungstage hinweg hatte er sich insgesamt fast 20 Stunden lang zu den Vorwürfen und den Hintergründen rund um den umstrittenen Stadionumbau geäußert. Die Ermittlungen und die Beweisaufnahme vor Gericht dauern weiter an. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



