Bluttat nahe Saarbrücken – Ermittler prüfen Femizid

Sarreguemines – Nur wenige Kilometer von der saarländischen Grenze entfernt hat ein mutmaßliches Familiendrama in Sarreguemines für Entsetzen gesorgt. In einem Wohnhaus im ruhigen Stadtviertel Rue Pierre-Ronsard wurden am Dienstag (5. Mai 2026) die Leichen eines Mannes und einer Frau entdeckt. Die französischen Ermittlungsbehörden gehen nach ersten Erkenntnissen von einem möglichen Femizid mit anschließendem Suizid aus.

Die beiden Opfer – ein 59-jähriger Mann und seine 54-jährige Ehefrau aus Deutschland – wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft mit zahlreichen Messerverletzungen aufgefunden. Alarmiert worden war die Polizei durch eine Freundin der Frau, die sich Sorgen gemacht hatte, nachdem sie seit dem Vorabend keinen Kontakt mehr herstellen konnte. Zudem war die Frau nicht zur Arbeit erschienen. Als Beamte schließlich das Wohnhaus betraten, fanden sie die beiden leblosen Personen im Inneren des Hauses.

Laut dem zuständigen Staatsanwalt Olivier Glady wies die Frau mindestens sieben Stichverletzungen auf, darunter mehrere im Bereich des Herzens. Die Verletzungen deuteten auf Fremdeinwirkung hin. Beim Mann stellten Gerichtsmediziner mehrere Schnitt- und Stichverletzungen fest, darunter eine tiefe Verletzung am Handgelenk. Die Ermittler prüfen deshalb die Theorie, dass der Mann zunächst seine Ehefrau getötet und anschließend sich selbst verletzt haben könnte. Neben den Leichen wurde nach Medienberichten auch ein blutverschmiertes Messer entdeckt.

Woher das Paar genau aus Deutschland stammt, ist noch unbekannt. Der Mann und die Frau sollen eher zurückgezogen gelebt haben. Nachbarn beschrieben die Familie als ruhig und unauffällig. Hinweise auf frühere Fälle häuslicher Gewalt oder Polizeieinsätze habe es laut Staatsanwaltschaft nicht gegeben. Die beiden Erwachsenen arbeiteten offenbar in Deutschland und hatten einen gemeinsamen Sohn, der sich zum Zeitpunkt der Tat im Ausland befand. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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