Kleinflugzeug stürzt über Wohngebiet ab – zwei Tote bei Flugzeugunglück in Rheinland-Pfalz
Limburgerhof – (Bildergalerie am Ende des Beitrags) Ein schweres Flugzeugunglück hat am Samstagmittag (16. Mai 2026) den Ort Limburgerhof im Rhein-Pfalz-Kreis erschüttert. Gegen 11:30 Uhr stürzte ein Kleinflugzeug am nordwestlichen Ortsrand in der Max-Planck-Straße ab. Die beiden Insassen kamen dabei ums Leben. Zahlreiche Trümmerteile verteilten sich über ein größeres Gebiet und beschädigten unter anderem Häuser, Garagen und Vorgärten.
Bei der Unglücksmaschine handelt es sich nach bisherigen Erkenntnissen um ein historisches Militär- und Trainingsflugzeug des Typs North American T-28 Trojan mit US-Registrierung. Das Flugzeug war am Vormittag in Aachen gestartet und hatte auf seinem Flug auch den Hunsrück sowie den Raum Kaiserslautern überquert, bevor es schließlich nahe Ludwigshafen abstürzte. Flugdaten zeigen, dass die Maschine kurz vor dem Unglück zunächst leicht an Höhe verlor. Während einer Kurvenbewegung soll die Geschwindigkeit anschließend sogar nochmals deutlich erhöht worden sein, ehe es zum Kontrollverlust kam.
Laut Staatsanwaltschaft und Polizei berichteten Zeugen über einen lauten Knall beziehungsweise ein Explosionsgeräusch beim Überflug über Limburgerhof. Kurz darauf stürzte das Flugzeug ab. Nach ersten Erkenntnissen sollen Trümmerteile noch in der Luft auseinandergebrochen und über dem Wohngebiet herabgeregnet sein. Mehrere Gebäude wurden beschädigt. Eine 66-jährige Frau verletzte sich bei dem Geschehen leicht, als sie stürzte. Weitere Anwohner kamen nach aktuellem Stand wie durch ein Wunder nicht zu Schaden.
Die Absturzstelle wurde weiträumig abgesperrt. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Auch ein Polizeihubschrauber fertigte Luftaufnahmen der Unglücksstelle an. Für betroffene Anwohner und Zeugen richteten die Behörden im Albert-Schweitzer-Haus eine Anlaufstelle ein.

Laut IPolizei handelt es sich bei den Opfern um zwei männliche Personen. Die Maschine hatte eine amerikanische Registrierung. Die getöteten Personen waren privat Personen und es handelt sich nicht um Soldaten.
Die Kriminalpolizei sowie die Staatsanwaltschaft Frankenthal ermitteln nun gemeinsam mit Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung zur Ursache des Absturzes. Die Identität der beiden Todesopfer ist bislang noch nicht zweifelsfrei geklärt. Warum es zu dem mutmaßlichen technischen Defekt oder Kontrollverlust kam, ist derzeit noch offen. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



