Nach mutmaßlichem Überfall: FCH-Ultra-Gruppierung „Crew 424“ löst sich auf

Homburg – Rund dreieinhalb Monate nach einem mutmaßlichen Überfall auf ein Mitglied der Homburger Fanszene (wir berichteten an dieser Stelle davon) hat die Ultra-Gruppierung „Crew 424“ ihre Auflösung bekannt gegeben.

In einer am Freitag veröffentlichten Stellungnahme erklärte die Gruppe, dass die Ereignisse nach dem Auswärtsspiel beim FSV Frankfurt die Entwicklung der vergangenen Jahre nachhaltig erschüttert hätten. Die „Crew 424“ war nach eigenen Angaben im Jahr 2015 gegründet worden und feierte im Juli 2025 ihr zehnjähriges Bestehen.

In ihrer Erklärung blickt die Gruppierung auf ein Jahrzehnt gemeinsamen Supports für den FC 08 Homburg zurück. Trotz ausbleibender sportlicher Erfolge, stagnierender Zuschauerzahlen und des verpassten Aufstiegs habe die Gruppe den Verein kontinuierlich unterstützt, Choreografien organisiert und zuletzt auch neue Mitglieder gewinnen können.

Als entscheidenden Auslöser für die Auflösung nennt die Gruppe den mutmaßlichen Überfall, der sich nach ihren Angaben in der Nacht nach dem Auswärtsspiel beim FSV Frankfurt ereignet haben soll. Nach eigenen Angaben seien dabei Fanmaterialien entwendet worden. Die Ereignisse hätten die positive Entwicklung der Gruppierung erheblich beeinträchtigt. Nach intensiven internen Gesprächen habe man sich deshalb zu dem Schritt entschlossen, die Gruppe aufzulösen.

Gleichzeitig betont „Crew 424“, dass die Mitglieder dem FC 08 Homburg weiterhin die Treue halten wollen. Auch ohne organisierte Gruppierung werde man die Mannschaft künftig bei den Spielen unterstützen. Zudem bedankte sich die Gruppe ausdrücklich bei den zahlreichen Unterstützern und Spendern, deren Beiträge Choreografien und weitere Projekte in den vergangenen Jahren ermöglicht hätten.

Bereits am 20. April hatte die Gruppierung öffentlich gemacht, dass ein Mitglied sowie eine Begleitperson nach dem Auswärtsspiel beim FSV Frankfurt an einer privaten Wohnadresse von einer größeren Personengruppe angegriffen worden seien. Nach Darstellung der Fanszene seien dabei gezielt Fanmaterialien wie Fahnen, Banner und weitere Utensilien entwendet worden. Damals war von etwa zehn bis 15 beteiligten Personen die Rede.

Unabhängig überprüfen ließen sich diese Schilderungen bislang nicht vollständig. Der Vorfall wurde nach damaligen Angaben der Polizei gemeldet. Informationen zu möglichen Tatverdächtigen oder zum Stand der Ermittlungen wurden bislang nicht veröffentlicht. Wer für den mutmaßlichen Angriff verantwortlich ist, ist weiterhin unklar. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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