Gebäudebrand in Siersburg: Mehrstündiger Stromausfall und schwierige Löscharbeiten
Rehlingen-Siersburg – (Von unserem Reporter Thorsten Kremers – Bildergalerie am Ende des Beitrags) Ein Gebäudebrand hat am Sonntagnachmittag (20. September 2026) im Rehlingen-Siersburger Ortsteil Siersburg zu einem mehrstündigen Stromausfall geführt. Ein leerstehendes Haus an der Hauptstraße nahe dem Aral-Kreisverkehr an der Autobahnabfahrt stand in Vollbrand.
Weil unmittelbar am Einsatzort zwei Freileitungen vorbeiführen, mussten diese zum Schutz der Einsatzkräfte stromlos geschaltet werden. Nur so konnte auch die Drehleiter sicher eingesetzt werden. Infolge der Abschaltung war der mehr als 4.000 Einwohner zählende Ortsteil Siersburg mehrere Stunden lang ohne Strom.
Die Feuerwehr wurde gegen 14 Uhr alarmiert. Zunächst sei ein kleinerer Flächenbrand gemeldet worden, erklärte der Feuerwehr-Einsatzleiter von Rehlingen-Siersburg, Daniel Schwartz. Vor Ort stellte sich jedoch heraus, dass ein leerstehendes Gebäude brannte. Weitere Kräfte und eine Drehleiter wurden nachalarmiert. „Wir sind hier mit 90 Leuten vor Ort“, sagte Schwartz. Insgesamt waren acht der zehn Löschbezirke der Gemeinde im Einsatz.
Besonders aufwendig gestaltete sich die Löschwasserversorgung. Wegen der großen Entfernung zu den nächstgelegenen Entnahmestellen mussten in beide Richtungen jeweils rund einen Kilometer lange Schlauchleitungen verlegt werden. Das stark verwilderte Grundstück erschwerte zudem den Zugang zum brennenden Haus. Im Gebäude verhinderte eine Deckenkonstruktion, dass die Einsatzkräfte zum Dachbereich vordringen konnten. Deshalb musste das Feuer auch von oben über die Drehleiter bekämpft werden.
Die Freileitungen stellten dabei eine zusätzliche Gefahr dar. Um einen Stromüberschlag zu verhindern, wurde die Stromzufuhr vom Umspannwerk unterbrochen. „Deswegen ist ganz klar die Abschaltung notwendig“, erläuterte Schwartz. Die Bevölkerung wurde über Katwarn informiert. Zum Zeitpunkt des Interviews sprach der Einsatzleiter von einer bisherigen Abschaltung von etwa zwei bis drei Stunden. Nach dem Rückbau der Drehleiter sollte die Stromversorgung wiederhergestellt werden.
Eine Gefahr für die nahe gelegene Tankstelle bestand nach Angaben des Einsatzleiters nicht. Ein Übergreifen der Flammen drohte jedoch auf das angrenzende Waldstück und die Vegetation rund um das Brandobjekt.
Auch die benachbarte Bahnstrecke musste vorübergehend gesperrt werden. Grund dafür war nicht das Feuer: Schaulustige hatten sich im Gleisbereich aufgehalten, um die Einsatzstelle zu beobachten. Daraufhin veranlasste der Notfallmanager der Bahn die Sperrung. Zur Brandursache, zur Schadenshöhe und zu möglichen Verletzten lagen zunächst keine Angaben vor. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)















