Drohnen über dem Flughafen: Luxemburg stoppt plötzlich den gesamten Flugbetrieb
Luxemburg – Drohnenalarm am Flughafen Findel: Am Freitagabend (18. September 2026) musste der Flugbetrieb am Luxemburger Airport zeitweise komplett eingestellt werden. Zunächst waren nicht genehmigte Drohnen in der Nähe des Flughafens entdeckt worden, später wurden die Fluggeräte sogar über dem Flughafengelände festgestellt. Aus Sicherheitsgründen zog der Airport die Reißleine und stoppte den Flugbetrieb.
Die Auswirkungen waren erheblich. Insgesamt 19 ankommende Flüge mit mehr als 1.800 Passagieren konnten nicht mehr in Luxemburg landen und mussten auf andere Flughäfen ausweichen. Allein 17 der betroffenen Maschinen gehörten zu Luxair. Außerdem waren ein KLM-Flug aus Amsterdam sowie eine Air-Dolomiti-Maschine aus Frankfurt betroffen.
Die Flugzeuge wurden unter anderem nach Köln/Bonn, Brüssel, Frankfurt-Hahn, Lüttich, Paris, Basel und Straßburg umgeleitet. Nach Angaben von Luxair wurde die Fluggesellschaft gegen 22.10 Uhr über die Drohnenaktivitäten informiert – ausgerechnet während der abendlichen Ankunftswelle.
Erst gegen 1 Uhr in der Nacht konnte der Flughafen wieder öffnen. Zahlreiche Maschinen machten sich anschließend nach dem Auftanken erneut auf den Weg nach Luxemburg. Dennoch hat der Zwischenfall auch am heutigen Samstag Folgen: Wegen verschobener Flugzeuge und Crews muss weiterhin mit Verspätungen und Beeinträchtigungen gerechnet werden. Der Flughafen selbst bestätigt, dass der reguläre Betrieb inzwischen wieder aufgenommen wurde.
Brisant: Es handelt sich nicht um die ersten verdächtigen Drohnenmeldungen in Luxemburg in dieser Woche. Bereits zuvor waren im Raum Medernach mögliche unbekannte Drohnen gemeldet worden. Daraufhin war eine interministerielle Drohnen-Evaluierungsgruppe zusammengekommen. Nach dem Zwischenfall am Findel wurde dieses Gremium am Samstagmorgen erneut einberufen.
Wer die Drohnen am Flughafen gesteuert hat, ist bislang unklar. Auch zu Anzahl, Typ und Größe der Fluggeräte gibt es derzeit noch offene Fragen. Nach Angaben von Luxair-Chef Gilles Feith wurden die Drohnensichtungen allerdings visuell bestätigt. Die zuständigen Behörden untersuchen den Vorfall. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



