Mehr als 3,5 Promille am Steuer – Lkw schlingert über die A8 bei Merzig
Perl/Merzig – Mehr als 3,5 Promille Alkohol und ein schwer beladener Sattelzug sind eine Kombination, bei der selbst die Polizei wohl nicht lange über die Fahrtüchtigkeit diskutieren musste. Am Donnerstagabend (20. August 2026) hat die Polizei einen 42 Jahre alten Fernfahrer aus Polen auf der A8 aus dem Verkehr gezogen. Zuvor war sein offenbar wenig geradliniger Fahrstil einer aufmerksamen Autofahrerin aufgefallen.
Gegen 20.15 Uhr meldete sich die Verkehrsteilnehmerin bei der Polizeiinspektion Merzig. Zwischen den Anschlussstellen Perl und Perl-Borg beobachtete sie nach Polizeiangaben einen Sattelzug mit polnischen Kennzeichen, der auffallend unsicher unterwegs war. Im dortigen Baustellenbereich blieb es dann nicht mehr nur beim Schlingerkurs: Der Lkw kollidierte mit Warnbaken – und setzte seine Fahrt anschließend einfach fort.
Die Zeugin blieb aufmerksam und übermittelte der Polizei immer wieder den aktuellen Standort des Lastwagens. Schließlich steuerte der Fahrer den Rastplatz Weiler an und stellte seinen Sattelzug dort ab. Für die Beamten der Polizei Merzig war damit die Gelegenheit gekommen, sich Fahrer und Fahrzeug etwas genauer anzusehen.
Und dabei dürfte sich die Ursache für die ungewöhnliche Fahrt ziemlich schnell erklärt haben. Die Polizisten bemerkten bei dem 42-Jährigen deutlichen Alkoholgeruch. Ein anschließender Atemalkoholtest lieferte dann einen Wert, der selbst bei einer gewöhnlichen Verkehrskontrolle bemerkenswert wäre – erst recht am Steuer eines schwer beladenen Sattelzuges: mehr als 3,5 Promille.
Die Weiterfahrt war damit wenig überraschend beendet. Die Beamten untersagten dem Mann, seinen Lkw weiterzufahren, und ordneten eine Blutentnahme an. Diese wurde anschließend bei der Polizeiinspektion Merzig durchgeführt. Auch seinen Führerschein war der Fernfahrer vorerst los: Das Dokument wurde sichergestellt.
Für den 42-Jährigen dürfte der unfreiwillige Zwischenstopp auf dem Rastplatz noch ein juristisches Nachspiel haben. Nach Angaben der Polizei erwarten ihn mehrere Strafverfahren. Dank der aufmerksamen Zeugin konnte die Fahrt beendet werden, bevor aus dem erheblichen Alkoholpegel und dem tonnenschweren Gespann womöglich noch eine weitaus gefährlichere Situation entstand. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)




