Große Katastrophenschutzübung in Saarlouis: 600 Menschen proben den Ernstfall

Saarlouis – Blaulicht, Martinshorn, zahlreiche Rettungsfahrzeuge und jede Menge Einsatzkräfte: In Saarlouis wird es am heutigen Samstag (5. September 2026) zeitweise aussehen wie bei einem schweren Unglück. Grund zur Sorge besteht jedoch nicht. Der Landkreis führt eine groß angelegte Katastrophenschutzübung mit rund 600 Beteiligten durch.

Das angenommene Szenario hat es in sich: Das Theater am Ring ist in Teilen eingestürzt, zahlreiche Menschen wurden dabei unterschiedlich schwer verletzt. Sie müssen gerettet, medizinisch erstversorgt und anschließend auf verschiedene Krankenhäuser verteilt werden. Alles ist inszeniert – zahlreiche Mimen übernehmen die Rollen der vermeintlich Verletzten und sollen die Übung möglichst realistisch machen.

Zwischen 10 und 15 Uhr müssen die Einsatzkräfte zeigen, wie gut die Abläufe bei einer solchen Großschadenslage funktionieren. Beteiligt sind unter anderem die Katastrophenschutzeinheiten der Hilfsorganisationen, der Rettungsdienst, die Polizei, die Kreisstadt Saarlouis und der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Saar. Auch das Caritas-Krankenhaus Lebach, das Krankenhaus Saarlouis vom DRK und das Marienhaus Klinikum St. Elisabeth sind eingebunden.

Ein wichtiger Schwerpunkt liegt auf der Krankenhausalarm- und -einsatzplanung. Geprobt wird also nicht nur die Rettung der zahlreichen Verletzten am Theater, sondern auch, wie die Kliniken mit einer plötzlich eintreffenden großen Zahl von Patienten umgehen. Gleichzeitig müssen weitere Aufgaben bewältigt werden. Dazu gehören beispielsweise der Aufbau einer Wasserentnahmestelle und die Einrichtung einer Notunterkunft in der Hans-Welsch-Halle in Lisdorf.

Für Autofahrer bringt die Übung allerdings erhebliche Einschränkungen mit sich. Gesperrt wird der Bereich vom Kaiser-Friedrich-Ring am Kreisel des ZOB entlang des Theaters über den Luxemburger Ring bis zur Einmündung Vaubanstraße. Dort wird unter anderem eine Schlauchleitung zur Wasserentnahme aus dem Saaraltarm verlegt. Auch mehrere einmündende Straßen sind betroffen.

Die Lothringer Straße, Kaiser-Wilhelm-Straße und Neue-Brauerei-Straße werden ab Höhe Professor-Notton-Straße gesperrt. Zusätzlich ist die Zufahrt von der Wallstraße zum Kaiser-Friedrich-Ring nicht möglich. Die Sperren werden bereits in den frühen Morgenstunden eingerichtet und nach Ende der Übung schrittweise wieder aufgehoben. Auch im Busverkehr kommt es zu Änderungen.

Die Parkplätze am Luxemburger Ring und Kaiser-Friedrich-Ring sind während der Sperrungen ebenfalls nicht erreichbar. Der Landkreis empfiehlt deshalb, den Bereich des inneren Rings nach Möglichkeit zu umfahren. Auch an weiteren Stellen können Parkmöglichkeiten zeitweise eingeschränkt sein.

Wer am Samstag zahlreiche Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn durch Saarlouis fahren sieht, muss also nicht automatisch von einem realen Großeinsatz ausgehen. Die Alarmierung und Anfahrt der Kräfte gehören ausdrücklich zur Übung. Nach deren Ende ist eine Abschlussveranstaltung in der Hans-Welsch-Halle geplant, bei der die Beteiligten Bilanz ziehen und die gewonnenen Erkenntnisse auswerten. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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