Stundenlange Staus: Betrunkener G-Klasse-Fahrer soll Chaos-Crash auf A620 verursacht haben
Saarbrücken – Trümmer auf beiden Fahrbahnen, beschädigte Schutzplanke und eine verletzte Frau: Ein schwerer Unfall auf der A620 hat am Freitag für massive Verkehrsprobleme in Saarbrücken gesorgt. Ausgangspunkt war laut Polizei der Hinweis auf einen mutmaßlich alkoholisierten Fahrer.
Saarbrücken – Ein Verkehrsunfall auf der A620 hat am Freitagmorgen erhebliche Auswirkungen auf den Berufsverkehr und später auch auf den Verkehr im Saarbrücker Stadtgebiet gehabt. Die Autobahn musste nach dem Crash über Stunden vollständig gesperrt werden.
Nach Angaben der Polizei ging gegen 7.30 Uhr zunächst die Mitteilung ein, dass im Saarbrücker Innenstadtbereich ein offenbar betrunkener Mann in eine Mercedes-Benz G-Klasse gestiegen sei und losgefahren wäre.
Nur kurze Zeit später kam es auf der A620 in Fahrtrichtung Saarlouis zum Unfall. Kurz hinter der Anschlussstelle Malstatter Brücke kollidierte die G-Klasse nach Polizeiangaben mit einem weiteren Fahrzeug.
Die Wucht des Unfalls war offenbar erheblich. Neben den beteiligten Fahrzeugen wurden auch die Mittelschutzplanke und ein Abspannmast beschädigt. Zahlreiche Trümmerteile verteilten sich über die Fahrbahn und gelangten auch auf die gegenüberliegende Seite der A620 in Fahrtrichtung Mannheim.
Dort fuhren mehrere Fahrzeuge über herumliegende Teile und wurden dadurch ebenfalls beschädigt. Verletzt wurde dabei nach bisherigen Erkenntnissen niemand.

In der G-Klasse befanden sich ein 32 Jahre alter Mann und eine 25-jährige Frau. Beide wurden von der Polizei am Unfallort angetroffen. Die Frau musste medizinisch versorgt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht werden. Lebensgefahr bestand laut Polizei nicht.
Das andere unmittelbar am Unfall beteiligte Fahrzeug, ein Mercedes-Benz EQ AMG 4Matic, wurde von einem 77-Jährigen gefahren. Der Mann blieb unverletzt.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Saarbrücken wurden umfangreiche Ermittlungsmaßnahmen eingeleitet. Dazu gehörten nach Polizeiangaben eine Blutentnahme und die Beschlagnahme des Führerscheins. Zudem wurde direkt am Unfallort ein Spurensicherungsgutachten erstellt.
Wegen des beschädigten Mastes, der Trümmer und der weiteren Unfallfolgen musste die A620 bis 15.50 Uhr vollständig gesperrt bleiben. Die Sperrung sorgte über Stunden für erhebliche Verkehrsbehinderungen in und rund um Saarbrücken.

In Fahrtrichtung Saarlouis ist die A620 inzwischen wieder vollständig freigegeben. In Fahrtrichtung Mannheim steht derzeit nur die rechte Fahrbahnseite zur Verfügung. Dort müssen beschädigte Leitplankenelemente noch instand gesetzt werden. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



