Schaulustige behindern die Polizei massiv

Saarbrücken. Am frühen Samstagmorgen kam es in der Saarbrücker Innenstadt zu einem schweren Verkehrsunfall, bei dem eine Fußgängerin lebensgefährlich verletzt wurde. Die 22-jährige Saarbrückerin verließ um kurz nach halb vier morgens die Diskothek „Nachtwerk“ in der Trierer Straße. Von dort aus kommend überquerte sie zu Fuß die St. Johanner Straße bei Rotlicht. Nach dem Passieren der dortigen Fußgängerfurt wurde sie von einem Ford Focus erfasst, welcher aus Richtung Westspange kommend die Trierer Straße stadteinwärts befuhr. Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurde die Fußgängerin zunächst auf das Fahrzeug geworfen und dann zurück auf die Fahrbahn geschleudert. Ihre hierbei erlittenen lebensgefährlichen Kopfverletzungen machten noch in der gleichen Nacht eine Notoperation erforderlich. Die 23-jährige Pkw-fahrerin blieb unverletzt. Ersten polizeilichen Ermittlungen zufolge waren wohl beide Verkehrsteilnehmerinnen zum Unfallzeitpunkt alkoholisiert.

Die polizeiliche Unfallaufnahme nach dem tragischen Ereignis gestaltete sich insofern als besonders schwierig, als dass sie durch zahlreiche oftmals stark alkoholisierte Besucher der nahe gelegenen Diskothek gestört wurde. Diesen schien die plötzliche “Action“ vor dem Tanzlokal ein willkommenes Highlight in dieser Nacht zu sein.

Sowohl personelle als auch materielle Absperrmaßnahmen an der Unfallörtlichkeit wurden durch das Publikum fortlaufend ignoriert. Die Polizei musste sich Pöbeleinen gefallen lassen und mehrmals Platzverweise erteilen. In einigen Fällen stand die Festnahme von Schaulustigen unmittelbar bevor. Noch vor Ort veranlassten die Beamten bei einem Gaffer die Löschung detaillierter Handyaufnahmen von den Unfallbeteiligten.

[accordions ][accordion title=“Hinweis“ load=“hide“]Dies ist eine redaktionell unbearbeitete Mitteilung der saarländischen Polizei.[/accordion][/accordions]

[youtube id=“W8zggfo59jU“ width=“633″ height=“356″]

Kommentare

Kommentare