Saarbrücken. Manch einer der Teilnehmer der Verdi Demonstration wunderte sich auf dem Heimweg am Dienstag über die Polizei in der Stadt. Während die 5500 Versammlungsteilnehmer noch für Ihre Rechte stritten, waren bereits gegen Mittag ca. 80 Personen der Rostocker Fußballanhänger, davon fast die Hälfte so genannte Problemfans, im Vorfeld des 3.Liga Spiels des 1. FC Saarbrücken gegen Hansa Rostock in der Innenstadt unterwegs. Das war wohl der einzige Grund, warum Angehörige der Saarbrücker Fußballszene, teils mit hoch gezogenen Kapuzen und Schutzausstattung, die Konfrontation mit den Fans aus Hansa Rostock suchten. Bereits am frühen Nachmittag mussten daher Polizeikräfte im Bereich des St.Johanner Marktes und der Bahnhofstraße immer wieder dafür sorgen, dass es nicht bereits früh Ausschreitungen im Einkaufsgetümmel gab.

Im Stadion selbst kam es schon vor dem Anpfiff um 19:00 Uhr zu Tumulten. Hier griffen Rostocker Gruppierungen den Ordnungsdienst gezielt an, um Balustraden und Zäune zur Victors Tribüne hin zu übersteigen. Mutwillig wurde unter anderem eine Toilettenanlage beschädigt und ein Mülleimer in Brand gesetzt. Einsatzkräfte der Polizei mussten nun im Stadion massiv eingreifen, um dem Ordnungsdienst zu helfen. Nur so konnten weitere Schäden verhindert und die Zuschauerinnen und Zuschauer auf den Tribünen geschützt werden.

Das Spiel selbst verlief aus sportlicher und polizeilicher Sicht erfreulich. Besorgniserregend wiederum waren Angriffe der Saarbrücker Szene, die sich nach dem Spiel im Umfeld der Saarlandhalle und Campauser Straße zielgerichtet gegen abfahrende Rostocker Pkw Fahrer und auch die Polizei richteten.

Die Bilanz der Polizei: Vom frühen Nachmittag bis zum Spielbeginn am Abend konnten durch den Einsatz starker Kräfte jegliche Ausschreitungen im Stadtbereich verhindert werden. Die Störungen und Straftaten nach dem Spiel werden Konsequenzen haben: Insgesamt wurden 10 Strafverfahren, u.a. wegen Hausfriedensbruch, Sachbeschädigungen und Landfriedensbruch, sowie 20 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. 4 Personen wurden festgenommen, von 26 Personen, gegen die zum Teil auch weitere Ermittlungen laufen, wurden die Personalien festgestellt. Im Verlauf des Einsatzes wurden bei den Ausschreitungen 3 Störer und 3 Polizeivollzugsbeamte leicht verletzt.

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