Neunkirchen/ Wiebelskirchen. Binnen weniger Minuten gingen am späten Montagabend, 7. Juli zwei Alarmmeldungen zu Großbränden in der Neunkircher Innenstadt und Wiebelskirchen bei der freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen ein. Zunächst löste die Leitstelle wenige Minuten nach 22 Uhr Alarm wegen einer brennenden Lagerhalle am Neunkircher Hauptbahnhof aus.

Keine fünf Minuten später folgte eine weitere Alarmierung zu einem Kellerbrand in der Bexbacher Straße in Wiebelskirchen. Die beiden potentiellen Großlagen erforderten eine Umorganisation der anfangs zum Lagerhallenbrand alarmierten Feuerwehrkräfte. Lediglich der Löschbezirk Neunkirchen-Innenstadt steuerte das Viertel um den Neunkircher Bahnhof an. Die Löschbezirke Wiebelskirchen und Wellesweiler wurden von der Leitstelle zusammen mit der Neunkircher Drehleiter zum Kellerbrand in die Bexbacher Straße umgeleitet. Als Unterstützung wurde hier zusätzlich noch der Löschbezirk Hangard alarmiert sowie die Drehleiter der Feuerwehr Illingen zur Hilfeleistung beim Lagerhallenbrand.

Am Neunkircher Hauptbahnhof fand die Feuerwehr kurz darauf jedoch kein Feuer vor, stattdessen wurde die Adresse des Einsatzortes auf eine Spedition im Sinnerthaler Weg am anderen Ende der Innenstadt korrigiert. Dort fand der Löschbezirk Neunkirchen-Innenstadt eine mit Abfällen gefüllte Abrollmulde vor die in Flammen stand. Ein Übergreifen des Feuers auf die angrenzende Halle konnten die Feuerwehrangehörigen verhindern und das Feuer schnell mit Wasser und anschließend mit einem Schaumteppich ablöschen.

In der Bexbacher Straße in Wiebelskirchen standen die angerückten Feuerwehrmänner und -frauen einem Feuer im Keller eines Wohnhauses gegenüber. Der Rauch des Brandes hatte sich schnell im ganzen Haus verteilt und drang nicht nur aus den kleinen Kellerfenstern, sondern bereits auch aus den Dachfenstern. Die Hausbewohner, drei Erwachsene und drei Kinder im Alter zwischen zehn Tagen und zehn Jahren, konnten sich noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr unverletzt ins Freie retten. Während ein durch Trupp der Feuerwehr mit Atemschutzgeräten ausgerüstet zur Brandbekämpfung in den Keller eindrang, durchsuchte ein weiterer Trupp die darüber liegenden Wohnräume nach zurückgebliebenen Personen. Bei der Suche wurden keine weiteren Personen im verqualmten Haus aufgefunden, jedoch aber drei kleine Katzen. Diese wurden durch die Feuerwehrmänner ins Freie gebracht und ihren Besitzern übergeben. Die Brandbekämpfung im Keller zeigte schnell Erfolg.

Als problematisch gestalteten sich die Nachlöscharbeiten und die Entrauchung des Gebäudes. Nur mit einem Schaumteppich konnten die letzten Glutnester im Brandgut abgelöscht werden. Die geringe Anzahl an Fenstern und deren minimale Größe verhinderten zudem ein schnelles Abziehen von Rauch und Hitze aus dem Keller. Die Entrauchung mit speziellen Ventilatoren erforderte daher eine etwas längere Zeit als sonst üblich. Da das Wohnhaus durch den Feuer- und Rauchschaden bis auf weiteres unbewohnbar ist wurden die Hausbewohner kurzfristig von der Feuerwehr im Furpacher Robinsondorf untergebracht. Für die Dauer des Einsatzes, bis nach Mitternacht, musste die Bexbacher Straße für den Verkehr gesperrt werden. Zur Brandursache im Sinnerthaler Weg und beim Kellerbrand in der Bexbacher Straße leitete die Polizei Ermittlungen ein.
Insgesamt war die Neunkircher Feuerwehr zu den beiden Einsätzen am Montagabend mit 85 Einsatzkräften und 15 Fahrzeugen aus den Löschbezirken Neunkirchen-Innenstadt, Wiebelskirchen, Wellesweiler und Hangard ausgerückt. Auch Kreisbrandinspekteur Werner Thom war in der Bexbacher Straße vor Ort.  Unterstützt wurden sie durch den Rettungsdienst der Feuerwehr und des ASB Neunkirchen sowie die Polizei.

 

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