Neunkirchen. Zwei Schwerverletzte forderte ein schwerer Verkehrsunfall am Sonntagabend, 22. Januar an der Einmündung des Boxbergweges in die Grubenstraße am Rande der Neunkircher Innenstadt. Eine schwer verletzte Frau wurde in ihrem Auto eingeklemmt und musste von der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen mit hydraulischem Rettungsgerät befreit werden.

Unmittelbar an der Einmündung des Boxbergweges in die, Heinitz mit Neunkirchen verbindende, Grubenstraße kollidierten gegen 21:15 Uhr ein roter Opel Corsa und ein dunkler Mazda 5 miteinander. Der Mazda prallte mit seiner Front in die linke Seite des Corsa und beschädigte diese schwer. Die B-Säule und die Fahrertür wurden in den Innenraum des Opels hineingedrückt, der Fahrer- bis an den Beifahrersitz herangeschoben. Die Fahrerin des Opel-Kleinwagens wurde durch den heftigen Aufprall schwer verletzt und in ihrem stark deformierten Fahrzeug eingeklemmt. Auch der Fahrer des Mazda erlitt bei dem Zusammenstoß schwere Verletzungen.

Nur wenige Augenblicke nachdem die Leitstelle Alarm für die Löschbezirke Neunkirchen-Innenstadt, Wiebelskirchen und Wellesweiler der Neunkircher Wehr ausgelöst hatte traf ein in Heinitz wohnender freiwilliger Feuerwehrmann an der Unfallstelle ein. Er befand sich nach dem Alarm auf dem Weg zur Feuerwache und hielt an der Einsatzstelle an, um bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes Erste Hilfe zu leisten. Der Fahrer des Mazda konnte noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr vom Rettungsdienst aus seinem Fahrzeug gerettet werden. Deutlich aufwändiger gestaltete sich die Rettung der eingeklemmten Frau aus dem Opel Corsa. Nur mit schwerem Rettungsgerät konnten die Feuerwehrleute sie aus dem Autowrack befreien. „In einer sogenannten großen Seitenöffnung wurden mit hydraulischer Schere und Spreizer beide Türen auf der Fahrerseite und die dazwischenliegende B-Säule herausgetrennt“, beschreibt Feuerwehrsprecher Christopher Benkert das Vorgehen bei der Rettung.

Durch die künstlich geschaffene, weite Öffnung in der Fahrzeugseite konnte die verletzte Frau schließlich achsengerecht, also schonend für die Wirbelsäule, durch Feuerwehr und Rettungsdienst gerettet werden.

Beide Schwerverletzten wurden durch den Rettungsdienst nach einer medizinischen Versorgung vor Ort in umliegende Krankenhäuser zur weiteren Behandlung eingeliefert.

Für die gesamte Dauer des Rettungseinsatzes und bis zur Bergung der beiden Fahrzeugwracks mussten im Bereich der Unfallstelle Boxbergweg und Grubenstraße komplett für den Verkehr gesperrt werden. Erst gegen 23:30 Uhr konnte das letzte Feuerwehrfahrzeug von der Unfallstelle abrücken.

Die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen befand sich mit sechs Fahrzeugen und 23 Feuerwehrleuten aus dem Löschbezirk Neunkirchen-Innenstadt im Einsatz. Weitere Einsatzkräfte aus den Löschbezirken Wiebelskirchen und Wellesweiler befanden sich mit mehreren Fahrzeugen auf dem Weg zur Unfallstelle, wurden vor Ort aber nicht mehr benötigt und konnten wieder einrücken. Außer der Feuerwehr fuhren auch mehrere Streifenwagen der Polizei sowie Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug die Unfallstelle in der Grubenstraße an.

PM: FF NK Benkert

Kommentare

Kommentare