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Neunkirchen. Ein großes Missgeschick widerfuhr einer jungen Frau am Freitagnachmittag, 22. Dezember im vorweihnachtlichen Trubel auf dem Parkplatz in der Straße Zum Eisenwerk in Neunkirchen: Versehentlich wurde ihr Patenkind zusammen mit den Autoschlüsseln in ihrem Wagen eingeschlossen. Der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen gelang es als Retter in der Not das Kleinkind wieder aus dem Auto zu befreien.

Ausgelöst wurde die Misere durch eine Automatikfunktion des VW Golf VII der jungen Frau. Sie hatte gerade ihr kleines Patenkind in das Auto gesetzt und die Tür geschlossen, als sich der Golf selbstständig verriegelte. Neben dem Kleinkind wurden aber auch die Autoschlüssel und das Mobiltelefon der Frau im silbernen Volkswagen eingeschlossen. So konnte sie weder selbst das Kind befreien, noch direkt Hilfe rufen. Mit Hilfe einer Passantin war es der jungen Patentante möglich die Feuerwehr über den Notruf zu verständigen. Um kurz nach 15 Uhr rückte der Löschbezirk Neunkirchen-Innenstadt zur Befreiung des Kleinkindes aus. Weil das Kind offensichtlich ruhig im Auto schlief entschieden sich die Feuerwehrleute zunächst dazu den Versuch zu unternehmen das Kind ohne Zerstörungen am Auto zu befreien. Mit einem speziellen Fahrzeugöffnungssatz gelang es den Feuerwehrmännern zunächst die Autotür einen Spalt weit aufzudrücken, um anschließend die Türentriegelung im Fahrzeuginneren zu betätigen. Dies gelang zwar auch, jedoch blieb das Auto verschlossen. Die Diebstahlsicherung des VW Golf schritt ein und verhinderte die Befreiung des Kindes. Auch der Versuch die Tür über den normalen Türgriff im Innenraum zu öffnen gelang nicht. Nachdem alle zerstörungsfreien Optionen ausgeschöpft waren, entfernten die Feuerwehrleute nach Rücksprache mit der Fahrzeugbesitzerin eine der Seitenscheiben des Golfs. Das von dem Treiben rund um das Auto und um sich sichtlich unbeeindruckte Kind konnte so schließlich befreit und an seine erleichterte Patentante übergeben werden.

Für die Feuerwehr Neunkirchen war diese Rettungsaktion nicht die erste dieser Art. „Das in verriegelten Autos eingeschlossene Kinder oder auch mal Haustiere von der Feuerwehr befreit werden müssen ist für uns zwar ein zum Glück seltenes Szenario, kommt aber immer mal wieder vor“, weiß Feuerwehrsprecher Christopher Benkert zu berichten.  So musste die Neunkircher Feuerwehr beispielsweise im Januar 2017 bei winterlichen Temperaturen einen Säugling aus einem VW Polo befreien.

Nach knapp 40 Minuten konnte der Löschbezirk Neunkirchen-Innenstadt am Freitagnachmittag seinen Rettungseinsatz wieder beenden. Die Besatzung des ebenfalls angerückten Rettungswagens des ASB musste nicht tätig werden.

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