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Trotz Massenärgernis: Gegen Spam-Anrufe wehren kann schwere Folgen haben

Saarbrücken/Kaiserslautern – Die Belästigung durch Spam-Anrufe ist für viele Menschen ein alltägliches Ärgernis geworden. Manche haben gar zehn und mehr dieser lästigen Anrufe am Tag. Doch selbst wenn es verlockend erscheint, sich mit Hochfrequenztönen oder lauten Tröten bzw. Trillerpfeifen gegen solche Anrufe zu wehren, bleibt diese Vorgehensweise illegal und mitunter gar sehr gefährlich. Ein aktueller Fall aus der Pfalz verdeutlicht die schwerwiegenden Folgen, die solche Angriffe haben können.

Ein Mann aus Kaiserslautern wurde Opfer einer schweren Körperverletzung, als er bei einem Telefonat in seinem Call-Center mit einem Hochfrequenzton attackiert wurde. Die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern hat Ermittlungen eingeleitet, und die Polizei versucht, die Identität des Anschlussinhabers herauszufinden.

Der Vorfall ereignete sich im Sommer, als der Mitarbeiter des Call-Centers bei einer willkürlich gewählten Nummer anrief. In einem verzweifelten Versuch, die Belästigung zu stoppen, griff der Anrufer zu einer drastischen Methode. Er spielte über das Telefon des Opfers einen schmerzhaften Hochfrequenzton ab, der zu einer erheblichen Verletzung des Trommelfells und fast zum vollständigen Verlust der Hörfähigkeit des Mannes führte.

Aber: Die Konsequenzen für den Täter könnten schwerwiegend sein. Nach dem deutschen Strafgesetzbuch sieht der Gesetzgeber für solche Straftaten eine Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten bis zu zehn Jahren vor. Dies verdeutlicht die Ernsthaftigkeit dieser Handlung und die Notwendigkeit, solche Taten zu verhindern und zu bestrafen.

Die Geschichte des Mannes aus Kaiserslautern ist ein drastisches Beispiel dafür, wie unüberlegte Handlungen schwerwiegende Konsequenzen haben können, so sehr man den Wunsch, sich gegen Spam-Anrufe zu wehren verstehen mag. Vielmehr gibt es legale Methoden, um sich vor Spam-Anrufen zu schützen, wie beispielsweise die Nutzung von Sperrlisten oder Apps, die unerwünschte Anrufe blockieren. Diese sollten immer der Vorzug gegeben werden. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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