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Emotionen nach EM-Spiel kippen: erneute Spannungen in Saarbrücken

Saarbrücken – Die Fußball-Europameisterschaft 2024 sorgte in Saarbrücken nicht nur für Fußballstimmung, sondern auch für erneute Spannungen. Bereits beim EM-Gruppenspiel zwischen der Türkei und Portugal am 22. Juni kam es zu einer Schlägerei auf dem Rabbiner-Rülf-Platz. Am vergangenen Samstag kochten die Emotionen nach dem EM-Viertelfinale zwischen der Türkei und den Niederlanden erneut hoch.

Nach Abpfiff des Spiels kam es in der Saarbrücker Innenstadt zu verbalen Anfeindungen zwischen vermeintlich türkischen und kurdischen Anhängern. Rund 500 türkische Fans hatten zuvor das Viertelfinale ihrer Mannschaft in der Innenstadt verfolgt. Laut Polizeiangaben kam es dabei auch mehrfach zum Zeigen des sogenannten „Wolfsgrußes“. Die Situation eskalierte, die Polizei rückte mit mehreren Streifenwagen aus, um die rivalisierenden Gruppen zu trennen.Dabei wurden rund 150 Platzverweise ausgesprochen.

Der „Wolfsgruß“, Erkennungszeichen der türkischen rechtsradikalen Ülkücü-Bewegung, sorgte bereits im Vorfeld des Spiels für Diskussionen.  Auch auf dem Marsch türkischer Anhänger zum Olympiastadion in Berlin, wo das Viertelfinale stattfand, war er vielfach zu sehen. Der UEFA missfiel die Geste derart, dass sie den türkischen Achtelfinal-Torschützen Demirel nach seinem „Wolfsgruß“ für zwei Spiele sperrte. Die erneuten Spannungen in Saarbrücken haben die Saar-FDP auf den Plan gerufen. Sie fordert ein Verbot des „Wolfsgrußes“.

Die EM 2024 ist derweil auch für die Türkei zu Ende. Das Team schied nach dem verlorenen Viertelfinale aus. Dennoch bleiben die Ereignisse in Saarbrücken und die Debatte um den „Wolfsgruß“ ein Nachgeschmack des Turniers. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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