Hundehalter Vorsicht! Hasenpest in St. Wendel nachgewiesen
St. Wendel – In einem Feldgebiet des St. Wendeler Ortsteils Marth wurde bereits Anfang Juli ein verendeter Hase gefunden. So weit erstmal nichts Besonderes. Doch Untersuchungen haben nun gezeigt: Das Tier war mit Tularämie infiziert – besser bekannt als Hasenpest.
Die Behörden bestätigten den Fund und teilten mit, dass inzwischen weitere tote Wildtiere – auch im benachbarten Hoof – entdeckt wurden. Besonders Hundehalter sollten aufmerksam sein: Da sich auch Hunde anstecken können, wird dringend geraten, Tiere in betroffenen Gebieten an der Leine zu führen.
Die durch das Bakterium Francisella tularensis ausgelöste Erkrankung betrifft vorrangig wildlebende Kleinsäuger wie Hasen, Kaninchen und Nagetiere. Hunde, die sich mit Tularämie infizieren, können Fieber, geschwollene Lymphknoten, Schwäche, Appetitlosigkeit und vereinzelt auch schwere Organentzündungen entwickeln. Unbehandelt kann die Infektion lebensbedrohlich werden – rechtzeitig erkannt ist sie jedoch mit Antibiotika gut behandelbar.
Für Menschen ist Tularämie zwar selten, kann jedoch ebenfalls schwerwiegende Infektionen auslösen – besonders, wenn der Kontakt zu infizierten Tieren oder kontaminierten Materialien ungeschützt erfolgt. Übertragungswege sind unter anderem Hautkontakt, Zecken- oder Mückenstiche sowie eingeatmeter Staub.
Jäger und Wildtierexperten werden besonders zur Vorsicht aufgerufen. Bei der Verarbeitung von Wildtieren in gefährdeten Gebieten sollten Schutzhandschuhe, Atemmasken und Schutzbrillen zur Standardausrüstung gehören. Wildtiere mit auffälligem Verhalten oder Kadaver sollten umgehend den zuständigen Behörden gemeldet werden, um eine sachgerechte Entsorgung oder Untersuchung sicherzustellen.
Die Behörden rufen zur erhöhten Wachsamkeit auf – sowohl aus Gründen des Tier- als auch Menschenschutzes. Wer verdächtige Tiere findet, sollte sich nicht selbst nähern, sondern direkt Kontakt zur Polizei oder dem örtlichen Jagdpächter aufnehmen. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



