Internationaler Rettungseinsatz: Haviere eines Sportbootes auf der Saar!

Gegen 11:00 Uhr ereignete sich auf der Saar eine Havarie eines Sportbootes mit internationalem Ausmass auf der Saar: Ein Eigner aus Kanada mit Wohnsitz in Vancouver steuerte sein Boot Marke Eigenbau unter kanadischer Flagge auf dem deutsch-französischen Grenzfluss von Saargemünd (Frankreich) nach Saarbrücken (Deutschland).

In Höhe der Freundschaftsbrücke von Kleinblittersdorf übersah der kanadische Kapitän (74, Saarland-Auswanderer) an einer Landzunge ein durch einen Busch verdecktes französisches Wasser-Verkehrszeichen.

Foto: Thorsten Kremers

Dadurch steuerte er an der falschen Seite der Landzunge vorbei und fuhr auf einen Balken des dortigen Stauwehrs auf. Das Boot beschädigte sich dabei an einer kleinen Stelle am Rumpf, so die Wasserschutzpolizei. Der Kapitän und seine Frau (73) blieben unverletzt.

Die Havarie selbst löste einen größeren Einsatz auf beiden Seiten des Grenzflusses Saar aus: Die Wasserschutz-Polizisten des Wasser- und Schifffahrtsamtes Saarbrücken rückten an, da sich die Unglücksstelle auf deutscher Seite befindet.

Die alarmierte Feuerwehr Kleinblittersdorf kam dem festgefahrenen Boot mit einem Feuerwehrboot zu Hilfe. Auch die französische Wasserschutzpolizei Police Fluviale aus Metz eilte zur Einsatzstelle, zusammen mit der Police Municipale.

Foto: Thorsten Kremers

Die Polizisten beider Länder liessen sich von einem hilfsbereiten deutschen Kanufahrer die am havarierten Sportboot befestigte Leine reichen und zogen dann mit geballter internationaler Kraft und mit Unterstützung des Feuerwehrbootes zurück in die Fahrspur. „So eine internationale Zusammenarbeit erlebt man selten“, berichtet der Einsatzleiter der Feuerwehr Kleinblittersdorf, Alexander Effnert.

Gegen 16:00 Uhr wurde das Boot zu weiteren Untersuchungen an einen Anlegeplatz geleitet. Die deutsche Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.

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