A620 vor jahrelanger Dauerbaustelle: Autofahrer müssen Geduld mitbringen
Völklingen/Saarbrücken – Wer regelmäßig über die A620 durch das Saarland fährt, sollte sich auf eine lange Phase mit Einschränkungen einstellen. Nach Angaben der Autobahn GmbH stehen auf der Saarbrücker Stadtautobahn umfangreiche Sanierungs- und Brückenarbeiten an, die sich nicht nur über Monate, sondern über viele Jahre erstrecken werden. Den Auftakt macht bereits in Kürze die Fortsetzung der Arbeiten an der Rosseltalbrücke bei Völklingen, die nach der Winterpause wieder aufgenommen werden.
Ab dem 1. März wird der Verkehr zwischen den Anschlussstellen Völklingen-Wehrden und Völklingen-Geislautern erneut stark eingeschränkt. In beiden Fahrtrichtungen steht dort bis Ende September jeweils nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Um die neue Verkehrsführung einzurichten, kommt es Ende Februar sogar zu nächtlichen Vollsperrungen: Zunächst wird die Strecke in Richtung Saarbrücken gesperrt, wenig später folgt die Gegenrichtung nach Saarlouis. Zusätzlich bleibt die Anschlussstelle Völklingen-Geislautern während der Bauzeit vollständig geschlossen. Umleitungen sollen ausgeschildert werden.
Weitaus gravierender sind jedoch die langfristigen Pläne für die gesamte Stadtautobahn. Zwischen Saarbrücken-Schönbach und Saarbrücken-Gersweiler ist eine grundlegende Erneuerung der A620 vorgesehen, die sich über einen Zeitraum von rund acht Jahren erstrecken soll. Die Arbeiten sind in mehrere Bauabschnitte unterteilt und sollen schrittweise umgesetzt werden. Den Anfang macht der Abschnitt zwischen Schönbach und St. Arnual, wo ab April dieses Jahres die Fahrbahn erneuert und unter anderem ein lärmmindernder Asphalt eingebaut wird. In diesem Bereich sollen trotz Baustelle weiterhin zwei Fahrstreifen je Richtung offen bleiben.
Anders stellt sich die Lage westlich davon dar. Zwischen Saarbrücken-Gersweiler und Völklingen-Ost sind in den kommenden Jahren deutlich stärkere Einschnitte zu erwarten. Dort beginnen ab April ebenfalls Bauarbeiten, bei denen Fahrbahn und Schutzplanken erneuert werden. Für diesen Abschnitt rechnet die Autobahn GmbH bis mindestens Herbst 2026 mit nur noch einem befahrbaren Fahrstreifen pro Richtung. Entsprechend hoch ist die Erwartung von Staus und Verzögerungen. Insgesamt steht damit fest: Die A620 wird ihre Nutzer noch lange begleiten – allerdings vor allem als Großbaustelle. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



