Rehlinger kritisiert „Abzocke“ an Tankstellen – Bund reagiert auf Spritpreise
Saarbrücken – Angesichts steigender Energiepreise infolge der angespannten Lage im Nahen Osten hat die Bundesregierung erste Schritte angekündigt, um den Kraftstoffmarkt zu stabilisieren. Dazu gehört unter anderem die Freigabe strategischer Ölreserven sowie Maßnahmen, um häufige Preisschwankungen an Tankstellen zu begrenzen. Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger begrüßte dieses Vorgehen nun ausdrücklich.
„Endlich handelt die Bundeswirtschaftsministerin. Das Freigeben der strategischen Ölreserven kann helfen, den Markt zu beruhigen“, erklärte Rehlinger in Saarbrücken. Sie hatte in den vergangenen Tagen selbst entsprechende Schritte gefordert, nachdem die Ölpreise infolge des Iran-Konflikts deutlich gestiegen waren.
Kritisch äußerte sich die Regierungschefin insbesondere zu den Entwicklungen an den Zapfsäulen. Das größte Problem sei aus ihrer Sicht das Verhalten der Mineralölkonzerne. Die geplante Regelung, nach der Tankstellenpreise künftig nur noch einmal täglich geändert werden dürfen, könne zumindest dazu beitragen, übermäßige Preissprünge einzudämmen. Gleichzeitig sieht Rehlinger auch das Bundeswirtschaftsministerium in der Pflicht, das Kartellrecht stärker einzusetzen, um möglichen Wettbewerbsverzerrungen entgegenzuwirken.
Mit Blick auf die weitere Entwicklung betonte Rehlinger, dass eine Beruhigung der politischen Lage im Nahen Osten entscheidend für stabile Energiepreise sei. Zugleich äußerte sie Zweifel am strategischen Ansatz der militärischen Auseinandersetzungen in der Region und warnte davor, dass der Iran in ein ähnliches Chaos geraten könnte wie zuvor andere Länder der Region. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



