Historischer Flugzeug-Unfall am Findel: Luxair-Maschinen nach Saarbrücken umgeleitet

Luxemburg/Saarbrücken – Ein Zwischenfall mit einem historischen Flugzeug hat am Sonntag (20. Juni 2026) für erhebliche Auswirkungen auf den Flugverkehr am Flughafen Luxemburg-Findel gesorgt. Mehrere Linienflüge mussten kurzfristig zum Flughafen Saarbrücken umgeleitet werden.

Nach Angaben des luxemburgischen Rettungsdienstes CGDIS ereignete sich der Vorfall kurz vor 17 Uhr. Ein historischer Privatflieger vom Typ Antonov AN-2, Baujahr 1968, kam bei der Landung auf dem Flughafen Findel aus bislang ungeklärter Ursache von der vorgesehenen Bewegung ab. Das Flugzeug drehte sich während des Landevorgangs um 180 Grad und kam anschließend beschädigt auf der Landebahn zum Stillstand.

An Bord der Maschine befanden sich insgesamt zwölf Personen. Alle Passagiere konnten das Flugzeug selbstständig und unverletzt verlassen. Einsatzkräfte des Centre d’incendie et de secours (CIS) Findel sicherten die Unfallstelle und entfernten die beschädigte Maschine anschließend mithilfe eines Containerstaplers von der Start- und Landebahn.

Die vorübergehende Sperrung hatte jedoch spürbare Folgen für den Luftverkehr. Wie der Flughafen Saarbrücken mitteilte, mussten insgesamt fünf Maschinen der Fluggesellschaft Luxair nach Saarbrücken umgeleitet werden. Betroffen waren unter anderem Flüge aus Ljubljana und Dublin.

Für den Saarbrücker Flughafen bedeutete die ungeplante Ankunft der zusätzlichen Maschinen eine besondere Herausforderung. Rund 500 Passagiere waren von den Umleitungen betroffen. Die Flugzeuge verblieben zunächst auf dem Vorfeld des Flughafens Saarbrücken. Trotz sommerlicher Temperaturen von zeitweise rund 60 Grad auf dem Rollfeld mussten die Reisenden nach Angaben von Flughafensprecher Joachim Wagner nicht unter der Hitze leiden, da sie sich in klimatisierten Flugzeugen aufhielten.

Den Passagieren wurde angeboten, die Maschinen zu verlassen und ihre Weiterreise nach Luxemburg eigenständig zu organisieren. Von dieser Möglichkeit machten jedoch lediglich fünf Personen Gebrauch. Weniger als drei Stunden nach dem Zwischenfall konnte die Piste in Luxemburg wieder für den regulären Flugbetrieb freigegeben werden.

Foto: Flughafen Saarbrücken

Im Laufe des Abends konnten schließlich alle betroffenen Luxair-Maschinen ihre Reise fortsetzen und sicher zum Flughafen Luxemburg zurückkehren. Die Flughafen-Crew in Saarbrücken bewältigte die kurzfristige Zusatzbelastung nach Angaben des Flughafens erfolgreich.

Die Ursache für die missglückte Landung der Antonov AN-2 ist derzeit noch Gegenstand von Ermittlungen. Die historische Propellermaschine gilt als eines der bekanntesten und langlebigsten Flugzeugmodelle der Luftfahrtgeschichte. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"

Werbeblock erkannt

Bitte unterstützen Sie uns, indem Sie Ihren Werbeblocker deaktivieren