Wieder Diskussionen um Aumann: CDU fordert Aufklärung zu VIP-Tickets der SVE

Neunkirchen – Nach den Diskussionen um den sogenannten NVG-Skandal sieht sich Neunkirchens Oberbürgermeister Jörg Aumann erneut mit Kritik konfrontiert. Diesmal geht es um VIP-Tickets für Heimspiele der SV Elversberg, die er in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats der Sparkasse Neunkirchen erhalten hat.

Wie die Saarbrücker Zeitung berichtet, soll Aumann über einen Zeitraum von vier Spielzeiten VIP-Karten für Heimspiele des Fußball-Zweitligisten erhalten haben. Nach Angaben der Sparkasse habe der Oberbürgermeister dabei Repräsentationsaufgaben für das Institut wahrgenommen. Insgesamt sei Aumann demnach an sieben von 55 Heimspieltagen im Einsatz gewesen. Dafür habe er in den vergangenen vier Spielzeiten insgesamt zehn Tickets erhalten.

Auf Anfrage der Saarbrücker Zeitung erklärte die Sparkasse, die Vergabe der Karten sei durch den Compliance-Beauftragten geprüft und von der Internen Revision kontrolliert worden. Beanstandungen habe es dabei nicht gegeben.

Scharfe Kritik kommt dennoch von der CDU Saar. Generalsekretär Frank Wagner erklärte am Montag, die neuen Vorwürfe würden Fragen hinsichtlich des Umgangs mit Vorteilen und möglicher Compliance-Regeln aufwerfen. Wagner sprach von einem „neuen Tiefpunkt“ und warf Aumann mangelnde Einsicht nach den Kontroversen der vergangenen Monate vor.

Zugleich forderte die CDU Aufklärung durch die Sparkassenaufsicht im saarländischen Wirtschaftsministerium. Nach Angaben der Partei soll das Thema im zuständigen Wirtschaftsausschuss des Landtags behandelt werden. Dort sollen sowohl die Sparkassenaufsicht als auch der Saarländische Sparkassenverband Stellung nehmen.

Aumann selbst verweist nach bisherigen Informationen darauf, die Tickets im Rahmen seiner repräsentativen Aufgaben für die Sparkasse erhalten zu haben. Die Sparkasse bestätigt diese Darstellung und betont, dass die Vorgänge intern geprüft worden seien.

Ob die Angelegenheit weitere politische Konsequenzen haben wird, bleibt abzuwarten. Die Diskussion dürfte jedoch den öffentlichen Druck auf den Neunkircher Oberbürgermeister weiter erhöhen. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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