CDU fordert Entlastung bei Pflegeheimkosten im Saarland

Saarbrücken – Die CDU-Landtagsfraktion sieht angesichts weiter steigender Eigenanteile für Pflegeheimplätze im Saarland dringenden Handlungsbedarf. Nach Ansicht der Christdemokraten dürfe stationäre Pflege nicht zu einer finanziellen Überforderung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen werden.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Alwin Theobald, verweist auf aktuelle Zahlen, wonach Pflegebedürftige im Saarland im ersten Jahr eines Heimaufenthalts durchschnittlich rund 3.700 Euro Eigenanteil pro Monat tragen müssen. Damit gehöre das Saarland zu den Bundesländern mit den höchsten Eigenanteilen.

Kritik übt die CDU an Gesundheitsminister Magnus Jung (SPD). Dieser verweise nach Auffassung Theobalds zu stark auf die notwendige Reform der Pflegefinanzierung auf Bundesebene und berücksichtige die Handlungsmöglichkeiten des Landes nicht ausreichend.

Nach Ansicht der CDU könnte das Saarland die Pflegebedürftigen entlasten, indem das Land die Investitionskosten der Pflegeheime übernimmt. Diese würden derzeit über die Eigenanteile auf die Bewohner umgelegt und trügen erheblich zu den hohen monatlichen Kosten bei. Andere Bundesländer würden sich in diesem Bereich stärker engagieren.

Die CDU-Landtagsfraktion spricht sich deshalb für eine Übernahme der Investitionskosten durch das Land aus. Dadurch könnten die Eigenanteile nach ihrer Auffassung kurzfristig gesenkt und die finanzielle Belastung der Betroffenen reduziert werden.

Abschließend betont Theobald, Pflege dürfe weder vom Wohnort noch von den finanziellen Möglichkeiten der Betroffenen abhängen. Die Landesregierung sei gefordert, ihre eigenen Handlungsspielräume zu nutzen und Maßnahmen zur Entlastung der Pflegebedürftigen im Saarland zu ergreifen. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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