Nach Brandserie in Schiffweiler: Polizei durchsucht vier Objekte – 20-Jähriger im Fokus der Ermittler
Schiffweiler/Landsweiler-Reden. Nach einer Brandserie im Bereich der Gemeinde Schiffweiler hat die Polizei am heutigen Donnerstag, 09. Juli 2026, mehrere Durchsuchungen durchgeführt. Im Fokus der Ermittlungen steht ein 20-jähriger Mann aus dem Raum Schiffweiler. Gegen ihn besteht der Verdacht, für mehrere Brände verantwortlich zu sein.
Bereits am 27. Mai 2026 war es auf einem Firmengelände im Gewerbepark Klinkenthal in Schiffweiler zu einem Brand gekommen. Dort brannten mehrere Holzpaletten, auf denen Behälter mit Kunststoffgranulat abgestellt waren.
Nur durch die schnelle Entdeckung des Feuers und das rasche Eingreifen der Einsatzkräfte konnte eine größere Brandausbreitung verhindert werden. Der Sachschaden bewegt sich nach ersten Einschätzungen im unteren vierstelligen Bereich.
Die Ermittlungen übernahm das Fachdezernat für Branddelikte im Landeskriminalamt in enger Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Neunkirchen. Dabei kamen die Ermittler zu dem Ergebnis, dass das Feuer vorsätzlich gelegt worden sein soll. Im Zuge umfangreicher Ermittlungen geriet schließlich ein 20-jähriger Mitarbeiter der betroffenen Firma in den Fokus.
Doch damit nicht genug: Der Mann aus der Gemeinde Schiffweiler steht darüber hinaus im Verdacht, mindestens sieben weitere Flächenbrände in der Kommune gelegt zu haben.
Am heutigen Tag vollstreckten Einsatzkräfte einen Durchsuchungsbeschluss, der zuvor von der Staatsanwaltschaft Saarbrücken beantragt und durch das Amtsgericht Saarbrücken erlassen worden war. Insgesamt wurden vier Objekte durchsucht. Neben zwei Wohnungen nahmen die Ermittler auch Teile der Arbeitsstelle sowie den persönlichen Spind des Tatverdächtigen im Feuerwehrgerätehaus in Landsweiler/Reden unter die Lupe.
Bei den Durchsuchungen stellten die Beamten mehrere Beweismittel sicher. Diese müssen nun ausgewertet werden.
Ob der 20-Jährige auch mit weiteren Bränden im Umfeld leerstehender Gebäude im Raum Schiffweiler in Verbindung steht, ist aktuell noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen.



