Balkonbrand greift auf Dach über – 40 Feuerwehrkräfte in Bexbach im Einsatz
Bexbach – (Von unserem Reporter Brandon Lee Posse – Bildergalerie am Ende des Beitrags) Ein Brand auf einem Balkon hat am Samstagvormittag (15. August 2026) in der Rathausstraße einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Weil die Flammen bereits Teile des Daches und der Balkonüberdachung erfasst hatten, war die Feuerwehr zunächst von einem möglichen Dachstuhlbrand ausgegangen. Rund 40 Einsatzkräfte aus mehreren Löschbezirken rückten an.
Beim Eintreffen der Feuerwehr war das betroffene Gebäude bereits vollständig geräumt. Eine Menschenrettung war daher nicht erforderlich. Verletzte gab es nach dem bisherigen Kenntnisstand nicht, wie Feuerwehrsprecher Jürgen Öllers vor Ort erklärte.
Der Brand war auf der rückwärtigen Seite des Gebäudes ausgebrochen. Dort standen Teile eines Balkons in Flammen. Das Feuer griff anschließend auf die Überdachung sowie Bereiche des Daches über. Zwei Trupps unter Atemschutz gingen gegen die Flammen vor und konnten den Brand nach Angaben der Feuerwehr vergleichsweise schnell unter Kontrolle bringen.
Eine besondere Gefahr ging von einer Gasflasche aus, die sich im betroffenen Bereich befand. Die Einsatzkräfte brachten sie aus dem Gefahrenbereich und kühlten sie anschließend. Parallel wurde die Dachhaut weiter mit Wasser gekühlt und auf mögliche Glutnester kontrolliert.
Für die Nachlöscharbeiten erhielt die Bexbacher Feuerwehr Unterstützung aus Homburg. Neben der Drehleiter der Stadt Bexbach kam eine weitere Drehleiter mit einem sogenannten Knickarm zum Einsatz. Mit dieser Technik konnten die Feuerwehrkräfte von der Straßenseite aus näher an die schwer zugängliche Rückseite des Gebäudes gelangen und das Dach gezielt untersuchen.
Insgesamt waren zehn Feuerwehrfahrzeuge sowie 22 Atemschutzgeräteträger vor Ort. Beteiligt waren die Löschbezirke Bexbach-Mitte, Kleinottweiler und Oberbexbach sowie die Wehrführung. Auch Polizei und Rettungsdienst begleiteten den Einsatz. Der städtische Bauhof wurde vorsorglich über möglicherweise notwendige Absperrmaßnahmen informiert.
Ob die betroffene Wohnung weiterhin bewohnbar ist, konnte die Feuerwehr zunächst nicht beurteilen. Nach dem ersten Eindruck war hauptsächlich der Balkon betroffen. Eine spätere Reinigung oder weitere Begutachtung der Wohnung könne jedoch erforderlich werden.
Die hohen Temperaturen stellten für die Einsatzkräfte eine zusätzliche Belastung dar. Bei deutlich mehr als 30 Grad sei besonders die Arbeit unter Atemschutz extrem kräftezehrend, erklärte Öllers. Die Feuerwehrleute seien bereits seit mehreren Wochen durch zahlreiche Brände in der Region stark gefordert. Kreislaufprobleme habe es bei diesem Einsatz nach bisherigem Stand jedoch nicht gegeben.
Unterstützung erhielten die Einsatzkräfte auch aus der Nachbarschaft. Eine örtliche Gaststätte stellte kurzfristig Getränke und Verpflegung bereit. Solche Hilfen seien bei Einsätzen unter großer Hitze besonders wichtig, betonte der Feuerwehrsprecher. Die genaue Brandursache und die Höhe des entstandenen Schadens waren zunächst noch unklar. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

























