Elfter Saarbahn-Streik trifft Schüler zum Schulstart: Jetzt wächst der Frust

Saarbrücken – Der Dauerstreit bei der Saarbahn sorgt für immer mehr Unmut. Ausgerechnet zum Start des neuen Schuljahres rollt bereits die elfte Streikwelle durch den saarländischen Nahverkehr – und nun schlägt auch die Landesschülervertretung des Saarlandes (LSV Saar) Alarm. Sie warnt vor erheblichen Folgen für tausende Schüler, die täglich auf Bus und Bahn angewiesen sind.

Besonders im ländlichen Raum könne der erneute Ausstand den Schulweg für viele Kinder und Jugendliche zum Problem machen. Wer keine Alternative zum ÖPNV habe, stehe schnell vor der Frage, wie der Unterricht überhaupt erreicht werden soll. Landesschülersprecher Johann Weth spricht von einer erheblichen organisatorischen Belastung und fordert, dass Bildung nicht vom Wohnort abhängig sein dürfe.

Die LSV stellt dabei klar: Das Streikrecht der Beschäftigten wird ausdrücklich anerkannt und nicht infrage gestellt. Gleichzeitig müsse aber verhindert werden, dass Schüler am Ende die Leidtragenden des Tarifkonflikts werden. Gerade der Schulbeginn sei für viele Familien ohnehin eine organisatorische Herausforderung.

Deshalb fordert die Schülervertretung konkrete Konsequenzen. Schüler dürften bei streikbedingten Ausfällen keine schulischen Nachteile erleiden. Leistungsnachweise sollten flexibel gehandhabt werden, wenn ganze Klassen betroffen sind. Außerdem verlangen die Schülervertreter deutlich frühere und transparentere Informationen über anstehende Arbeitskämpfe, damit Familien und Schulen überhaupt planen können.

Mit jeder neuen Streikrunde wächst der Ärger vieler Fahrgäste. Pendler, Eltern und Schüler müssen sich immer wieder kurzfristig auf Ausfälle einstellen, während im Tarifstreit zwischen Saarbahn und GDL bislang keine Lösung in Sicht ist. Für viele Betroffene rückt dabei längst nicht mehr die eigentliche Auseinandersetzung in den Mittelpunkt – sondern die Frage, wann Busse und Bahnen endlich wieder zuverlässig fahren.

Ob die Tarifparteien bald eine Einigung erzielen, ist derzeit offen. Die Landesschülervertretung appelliert deshalb an Saarbahn und GDL, möglichst schnell eine Lösung zu finden. Denn die Folgen des Konflikts treffen längst nicht mehr nur Arbeitgeber und Beschäftigte, sondern zunehmend auch diejenigen, die auf einen funktionierenden Nahverkehr angewiesen sind – allen voran Schüler zum Start des neuen Schuljahres. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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