
Nach brutalem Angriff am Hauptbahnhof: Gesuchter Mann ist ermittelt
Saarbrücken – Mehr als neun Monate lang war es den Ermittlern nicht gelungen, die Identität eines Mannes zu klären, der im Zusammenhang mit einer gefährlichen Körperverletzung am Saarbrücker Hauptbahnhof gesucht wurde. Dann ging die Polizei mit Bildern an die Öffentlichkeit – und nur einen Tag später die Wende: Der gesuchte Mann konnte ermittelt werden. Die Öffentlichkeitsfahndung ist damit beendet.
Hintergrund ist ein Vorfall, der sich bereits in der Nacht zum 2. November 2025 ereignet hatte. Gegen 0.25 Uhr war es im Bereich der Saarbahnhaltestelle am Saarbrücker Hauptbahnhof zu einer Auseinandersetzung zwischen einem damals 24 Jahre alten Mann aus dem Regionalverband Saarbrücken und einem zunächst unbekannten Mann gekommen.
Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei entwickelte sich zunächst ein verbaler Streit. Im weiteren Verlauf soll der Unbekannte dem 24-Jährigen mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Der Angriff hatte erhebliche Folgen: Das Opfer erlitt nach Polizeiangaben einen Bruch des Unterkiefers sowie eine Platzwunde.
Trotz der anschließenden Ermittlungen blieb die Identität des gesuchten Mannes über Monate ungeklärt. Schließlich erließ das Amtsgericht Saarbrücken einen Beschluss zur Öffentlichkeitsfahndung. Am Dienstag, 11. August, veröffentlichte die Polizei daraufhin Aufnahmen des Beschuldigten und bat die Bevölkerung um Mithilfe bei dessen Identifizierung.
Bereits am Mittwoch, 12. August, konnte die Polizei die Fahndung wieder zurücknehmen. Die gesuchte Person sei ermittelt worden, teilten die Beamten mit. Ob Hinweise aus der Bevölkerung oder die Veröffentlichung der Bilder unmittelbar zur Identifizierung geführt haben, geht aus der aktuellen Mitteilung allerdings nicht hervor.
Die öffentliche Suche ist damit beendet. Die Ermittlungen wegen des ursprünglichen Körperverletzungsdelikts sind davon zu unterscheiden. Da der Fahndungszweck erreicht ist, sollten die veröffentlichten Bilder des Mannes nicht weiter verbreitet und insbesondere bereits geteilte Fahndungsaufrufe in sozialen Netzwerken entfernt werden. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)





