Nach der Sonnenfinsternis: Sternschnuppen verzaubern den Himmel über dem Saarland
Saarland – Durch die große Aufmerksamkeit rund um die Sonnenfinsternis geriet es am Mittwochabend fast ein wenig in den Hintergrund: Über dem Saarland ereignete sich nur wenige Stunden später noch ein zweites Himmelsspektakel. In der Nacht auf Donnerstag erreichten die Perseiden ihren Höhepunkt – und zahlreiche Sternschnuppen waren bei guten Bedingungen am Nachthimmel zu entdecken.
Kaum war die Sonne nach der partiellen Sonnenfinsternis verschwunden und die Dunkelheit über das Saarland hereingebrochen, lohnte sich der nächste Blick nach oben. Denn ausgerechnet in der Nacht vom 12. auf den 13. August erreichte einer der bekanntesten Meteorströme des Jahres sein Maximum. Unter optimalen Bedingungen waren theoretisch bis zu 100 Meteore pro Stunde möglich.
Und auch Leser von Blaulichtreport Saarland hielten das Himmelsschauspiel mit ihren Kameras fest. Caroline aus Reisbach fotografierte in der Nacht nicht nur den eindrucksvollen Sternenhimmel mit der Milchstraße, sondern offenbar auch eine Sternschnuppe, die als heller Strich auf ihrer Aufnahme zu erkennen ist.
Eine weitere Aufnahme erreichte unsere Redaktion aus Marpingen. Das Foto wurde in Richtung Tholey aufgenommen und zeigt ein auffällig helles Objekt am Abendhimmel. Ob es sich dabei tatsächlich um einen besonders hellen Meteor handelte, lässt sich anhand der Aufnahme allein allerdings nicht sicher bestimmen.
Die Bedingungen für die Perseiden waren in diesem Jahr außergewöhnlich günstig. Ausgerechnet am Tag der Sonnenfinsternis war Neumond. Dadurch störte in der Nacht kein helles Mondlicht die Beobachtung der Sternschnuppen. Auch der Deutsche Wetterdienst sprach im Vorfeld von optimalen Bedingungen für das diesjährige Perseiden-Maximum.
Doch was sind die Perseiden eigentlich? Jedes Jahr durchquert die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne eine Spur aus Staub und kleinen Teilchen, die der Komet 109P/Swift-Tuttle hinterlassen hat. Treffen diese winzigen Partikel mit hoher Geschwindigkeit auf die Erdatmosphäre, erhitzen sie sich beziehungsweise die umgebende Luft und erzeugen die weithin sichtbaren Leuchterscheinungen, die wir als Sternschnuppen bezeichnen. Die Perseiden erreichen dabei Geschwindigkeiten von rund 60 Kilometern pro Sekunde. Besonders helle Exemplare können als sogenannte Feuerkugeln erscheinen.
Der Name „Perseiden“ kommt daher, dass die Flugbahnen der Sternschnuppen für einen Beobachter so wirken, als hätten sie ihren Ursprung im Bereich des Sternbildes Perseus. Tatsächlich können die Leuchtspuren aber in weiten Teilen des Himmels auftauchen.

Übrigens handelt es sich bei den sichtbaren Erscheinungen streng genommen um Meteore und nicht um Meteoriten. Von einem Meteoriten spricht man erst dann, wenn Material den Flug durch die Atmosphäre übersteht und tatsächlich den Erdboden erreicht.
Wer das Schauspiel in der vergangenen Nacht verpasst hat, hat noch Chancen: Die Perseiden sind auch in den kommenden Nächten weiterhin aktiv, allerdings nimmt ihre Häufigkeit nach dem Maximum allmählich ab. Der Meteorstrom bleibt noch bis etwa zum 24. August aktiv.
Damit erlebte das Saarland am Mittwoch einen außergewöhnlichen astronomischen Doppelpack: Erst verschwand am frühen Abend ein großer Teil der Sonne hinter dem Mond – und wenige Stunden später zogen Sternschnuppen über den Nachthimmel. Ein Abend, den viele Himmelsbeobachter so schnell wohl nicht vergessen werden. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)





