
Regionalverbandswahl ausgezählt: SPD gewinnt, AfD wird zweitstärkste Kraft – CDU bleibt nur Platz 3
Saarbrücken – Jetzt steht das Ergebnis fest: Die Wiederholungswahl zur Regionalversammlung des Regionalverbandes Saarbrücken ist vollständig ausgezählt. Alle 335 von 335 Ergebnissen liegen vor. Die SPD gewinnt die Wahl mit 25,79 Prozent, die AfD landet mit 22,83 Prozent auf dem zweiten Platz. Die CDU kommt auf 18,94 Prozent und wird drittstärkste Kraft. Auffällig ist vor allem das starke Abschneiden der AfD im Vergleich zur Wahl von 2024.
Insgesamt waren 243.676 Menschen wahlberechtigt, lediglich 98.810 machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Damit liegt die Wahlbeteiligung bei nur 40,55 Prozent. Von den abgegebenen Stimmen waren 97.450 gültig, 1.360 Stimmen wurden als ungültig gewertet.
Die SPD erhielt 25.133 Stimmen und 25,79 Prozent. Dahinter folgt die AfD mit 22.246 Stimmen und 22,83 Prozent. Die CDU erreicht 18.458 Stimmen und 18,94 Prozent. Die Grünen kommen mit 12.253 Stimmen auf 12,57 Prozent, die Linke mit 8.799 Stimmen auf 9,03 Prozent. Die FDP erhält 4,94 Prozent, das BSW 3,61 Prozent und bunt.saar 2,29 Prozent.
Besonders deutlich wird die politische Verschiebung beim Vergleich mit der für ungültig erklärten Wahl von 2024. Die AfD, die damals nicht zur Wahl zugelassen worden war, legt gegenüber dem damaligen Ergebnis naturgemäß um 22,83 Prozentpunkte zu. Die SPD verliert gegenüber 2024 3,81 Punkte, die CDU sogar 13,24 Punkte. Die Grünen gewinnen 1,76 Punkte hinzu, die Linke 1,63 Punkte. Das BSW erreicht 3,61 Prozent. Die FDP verliert 1,45 Punkte.
In der neuen 45-köpfigen Regionalversammlung stellt die SPD mit zwölf Sitzen die größte Fraktion. Die AfD zieht mit zehn Sitzen ein und wird zweitstärkste Kraft. Die CDU erhält neun Sitze, die Grünen sechs und die Linke vier. Auf die FDP entfallen zwei Mandate. bunt.saar und BSW erhalten jeweils einen Sitz. Damit verfügen SPD und CDU gemeinsam mit 21 Sitzen nicht über eine Mehrheit; für eine absolute Mehrheit sind 23 Mandate erforderlich.
Für die SPD ziehen Stephan Josef Dr. Schmidt, Anita Maria Morschette-Sarg, Patrick Topp, Tanja Margret Friedrich, Reiner Zimmer, Gabriele Wilhelmine Gandner, Martin Kerz, Carolin Cremer, Markus Knosp, Julia Martens, Dominik Blaes und Corinna Fresen in die Regionalversammlung ein. Für die AfD erhalten Michel Dörr, Lilian Elisabeth Weller, Hans Günter Staub, Carolina Witkowski, Dominic Franz, Benjamin Jung, Ludwig Bernhard Hirth, Jennifer Dr. Gerber, Walter Becker und Elke Klein ein Mandat.
Die CDU wird durch Norbert Dieter Wolfgang Moy, Gregor Asmus, Natascha Knaul, Jörg Schwindling, Dieter Morsch, Caroline Gertrud Aline Litz, Manfred Erwin Maurer, Peter Strobel und Christina Dr. Bierbrauer vertreten. Für die Grünen ziehen Anne Marie Lahoda, Santino Klos, Andrea Marie Dorothea Schrickel, Stephan Körner, Grit Salomon und Carsten Johannes Matlok ein.
Die beiden Mandate der FDP gehen an Roland Helmut Horst König und Alexander Heinz. Für die Linke sitzen künftig Hans-Jürgen Trenz, Birgit Huonker, Farida Boukari und Manfred Emil Klasen in der Regionalversammlung. bunt.saar erhält mit Ekkehart Johannes Schmidt einen Sitz, für das BSW zieht Jan Münster ein.

Interessant bleibt auch der Blick auf die einzelnen Kommunen. Während die SPD im Gesamtergebnis stärkste Kraft wird und auch die Landeshauptstadt Saarbrücken für sich entscheidet, erzielt die AfD insbesondere in Teilen des Stadtumlands sehr starke Ergebnisse. In Völklingen erreichte sie 31,85 Prozent, in Sulzbach sogar 34,31 Prozent. In Saarbrücken selbst lag dagegen die SPD mit 25,76 Prozent vorne; die AfD erreichte dort 20,12 Prozent.
Die Neuwahl war notwendig geworden, nachdem die Regionalverbandswahl von 2024 wegen der damaligen Nichtzulassung der AfD-Liste für ungültig erklärt worden war. Nun steht fest, wie stark sich die Zusammensetzung der Regionalversammlung dadurch verändert: Mit zehn von 45 Mandaten zieht die AfD auf Anhieb als zweitstärkste Fraktion in das Gremium ein. Die SPD bleibt trotz Verlusten stärkste politische Kraft im Regionalverband. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



