Stoffaustritt im Chemiewerk Carling – Warnung erreicht das Saarland

Völklingen/Großrosseln – Erneut sorgt ein Zwischenfall auf der französischen Chemieplattform Carling für Auswirkungen auf das Saarland. Am Montagvormittag ist dort nach derzeitigen Informationen ein Stoff ausgetreten. Wegen einer möglichen Geruchsbelästigung wurden mehrere grenznahe Ortsteile von Völklingen und Großrosseln über die Warnsysteme NINA und KATWARN informiert.

Die Warnung wurde gegen 9.01 Uhr verbreitet. Betroffen sind demnach auf Völklinger Stadtgebiet die Ortsteile Lauterbach und Ludweiler. In der Gemeinde Großrosseln richtet sich der Hinweis an die Bevölkerung in Dorf im Warndt, Naßweiler und St. Nikolaus. Ursache ist laut Gefahreninformation ein Stoffaustritt auf der wenige Kilometer entfernten Chemieplattform im französischen Carling.

Welcher Stoff ausgetreten ist, in welcher Menge dies geschah und wie es zu dem Zwischenfall kam, ist derzeit noch nicht bekannt. Die bislang veröffentlichte Warnmeldung spricht von einer möglichen Geruchsbelästigung auf deutscher Seite. Weitergehende Angaben zu einer möglichen gesundheitlichen Gefährdung liegen aktuell noch nicht vor.

Die Behörden raten den Menschen in den betroffenen Orten vorsorglich, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungsanlagen abzuschalten. Außerdem sollen Nachbarn über die Warnung informiert werden. Bei einem Notfall sollen sich Betroffene über die bekannten Notrufnummern an Feuerwehr oder Polizei wenden. Eine Entwarnung soll erfolgen, sobald die Situation dies zulässt.

Die Chemieplattform Carling liegt unmittelbar hinter der deutsch-französischen Grenze und gehört zu den großen Industriestandorten der Region. Auf dem weitläufigen Gelände befinden sich Produktionsanlagen mehrerer Unternehmen. Zwischenfälle oder auch betriebsbedingte Vorgänge auf dem Areal können aufgrund der unmittelbaren Grenzlage bei entsprechender Windrichtung auch im Warndt wahrgenommen werden.

Erst Anfang September war in Lauterbach auf angekündigte Wartungsarbeiten im Werk Carling hingewiesen worden.   Ob diese Arbeiten in einem Zusammenhang mit dem aktuellen Stoffaustritt stehen, ist nicht bekannt. Die Lage entwickelt sich derzeit weiter. Sobald nähere Informationen zum ausgetretenen Stoff, zur Ursache oder eine Entwarnung vorliegen, wird dieser Bericht aktualisiert. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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