Toter Hund in Tasche im Wald gefunden: Rätselhafter Fund beschäftigt Tierschützer in Merzig
Merzig – (Bildergalerie am Ende des Beitrags – ACHTUNG: Diese Galerie enthält Fotos, die auf manche Menschen verstörend wirken können!) Ein toter Hund, eine verschmutzte Tasche mitten im Wald und bislang keine Antwort auf die Frage, wem das Tier gehörte: Ein Fund in Merzig sorgt bei Tierschützern für erhebliche Besorgnis. Nach Angaben des Tierschutzvereins Caesar’s Animal Club e. V. wurde der Hund am Freitag, 4. September, gegen 17.30 Uhr am Rand eines Spazierweges in einem Waldgebiet hinter der Tankstelle Weißen-Fels entdeckt.
Die Polizeiinspektion Merzig wurde verständigt und war nach Angaben des Vereins noch am selben Tag vor Ort. Nun hoffen die Tierschützer vor allem darauf, das Tier identifizieren und damit möglicherweise auch die bislang völlig ungeklärten Umstände seines Todes und der Ablage nachvollziehen zu können.
Besonders ungewöhnlich ist die Fundsituation. Der Kadaver befand sich nach Angaben des Vereins in einer Tasche, die abseits des Weges lag. Auf den unserer Redaktion zur Verfügung gestellten Bildern ist eine stark verschmutzte rote Tasche zu erkennen. Weitere Aufnahmen zeigen den darin aufgefundenen Tierkörper. Nach Angaben der Tierschützer trug der Hund ein schwarzes Geschirr. Zudem soll sich an einem Vorderlauf ein Verband befunden haben. Was es mit diesem Verband auf sich hatte, ob das Tier zuvor tierärztlich behandelt worden war und woran es starb, ist derzeit nicht bekannt. Allein aus den Fotos lässt sich dazu keine belastbare Aussage treffen.
Der Verein geht davon aus, dass die Tasche möglicherweise zwischen Sonntagmorgen, 30. August, und Freitagnachmittag, 4. September, an der Stelle abgelegt wurde. Dabei handelt es sich allerdings um eine Angabe der Tierschützer – wer die Tasche tatsächlich dorthin brachte und zu welchem Zeitpunkt dies geschah, ist bislang ungeklärt. Ebenso gibt es derzeit keine gesicherten Erkenntnisse darüber, ob der Hund eines natürlichen Todes starb, infolge einer Erkrankung oder Verletzung verendete oder ob eine straf- beziehungsweise tierschutzrechtlich relevante Handlung vorausging. Gerade deshalb warnen die bislang bekannten Informationen vor vorschnellen Schlussfolgerungen.
Nach Darstellung des Vereins nahm die Polizei den Sachverhalt am Freitag vor Ort auf und informierte den Baubetriebshof der Stadt Merzig. Weil sich die Tasche nach Angaben der Tierschützer am folgenden Tag noch an der Fundstelle befand, suchte später ein Mitglied der Tiernothilfe Saar den Ort auf. Dabei wurde versucht, einen möglichen Transponder des Hundes auszulesen. Das blieb laut Verein ohne Erfolg: Das Tier sei nicht gechippt gewesen. Auch bei der weiteren Überprüfung der Tasche hätten sich keine Hinweise ergeben, anhand derer unmittelbar ein Halter oder eine andere verantwortliche Person hätte festgestellt werden können.
Damit konzentriert sich die Suche nun auf mögliche Zeugen. Von besonderem Interesse sind Beobachtungen aus dem Bereich Heisel am Kreisel, der Tankstelle Weißen-Fels sowie dem angrenzenden Waldgebiet. Gesucht werden Menschen, die dort zwischen dem 30. August und dem Nachmittag des 4. September möglicherweise eine Person mit einer entsprechenden roten Tasche gesehen haben. Ebenso könnten Hinweise von Bedeutung sein, wenn jemand einen Hund wiedererkennt, der ein schwarzes Geschirr trug und möglicherweise wegen einer Verletzung am Vorderlauf behandelt worden war. Auch Tierärzte, Spaziergänger oder Anwohner könnten unter Umständen zur Identifizierung beitragen.
Der Fall wirft damit derzeit mehr Fragen auf, als sich anhand der vorliegenden Informationen beantworten lassen. Entscheidend ist zunächst die Identität des Hundes: Wem gehörte das Tier, weshalb war sein Vorderlauf verbunden und unter welchen Umständen starb es? Erst wenn sich hierzu belastbare Erkenntnisse ergeben, lässt sich seriös bewerten, weshalb der Tierkörper in der Tasche im Wald zurückgelassen wurde.
Der Tierschutzverein bittet deshalb ausdrücklich um Mithilfe. Sachdienliche Hinweise sollen direkt an die Polizeiinspektion Merzig gerichtet werden, die den Fund nach Angaben des Vereins bereits aufgenommen hat. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)








