WM-Wahnsinn in Berlin: Royals-Star Emma Eichmeyer kämpft jetzt ums Finale
Saarlouis/Berlin – Was für ein Basketball-Märchen – und mittendrin steckt ein ordentliches Stück Saarland! Emma Eichmeyer von den Saarlouis Royals steht mit der deutschen Frauen-Nationalmannschaft im Halbfinale der Heim-Weltmeisterschaft in Berlin. Deutschland bezwang am Donnerstagabend im Viertelfinale den amtierenden Europameister Belgien überraschend deutlich mit 93:74. Damit gehören die DBB-Frauen erstmals in ihrer Geschichte zu den vier besten Mannschaften einer Weltmeisterschaft.
Für Saarlouis ist dieser historische Erfolg besonders bemerkenswert. Denn Eichmeyer ist bei der WM keineswegs nur als Ergänzungsspielerin dabei. Die 26 Jahre alte Small Forward gehört zum festen Kreis von Bundestrainer Olaf Lange und stand in den ersten vier Partien des Turniers gegen Spanien, Japan, Mali und Südkorea jeweils in der Starting Five. Die Spielerin der Royals übernimmt damit auf der größten Bühne des internationalen Frauenbasketballs regelmäßig von Beginn an Verantwortung.
Besonders stark präsentierte sich Eichmeyer beim wichtigen Vorrundensieg gegen Japan. Beim 74:58-Erfolg erzielte sie zehn Punkte, holte vier Rebounds und verbuchte außerdem einen Assist und einen Block. Bemerkenswert: Die ersten fünf deutschen Punkte der Partie gingen direkt auf ihr Konto. Mit ihrer Athletik und Defensivarbeit trägt Eichmeyer allerdings auch dann zum deutschen Spiel bei, wenn sie selbst nicht zu den erfolgreichsten Werferinnen gehört.
Im Viertelfinale wartete mit Belgien am Donnerstag eine der schwierigsten Aufgaben des bisherigen Turniers. Doch Deutschland ließ sich vom amtierenden Europameister nicht stoppen. Vor 10.537 Zuschauern in der Berliner Uber Arena setzte sich die Mannschaft von Olaf Lange mit 93:74 durch. Leonie Fiebich war mit 17 Punkten erfolgreichste deutsche Werferin, Nyara Sabally kam auf 16 Punkte und zwölf Rebounds. Für Deutschland war es bereits der vierte WM-Sieg in Serie.
Nach dem historischen Erfolg zeigte sich auch Eichmeyer begeistert von der Leistung der Mannschaft. Gegenüber dem Saarländischen Rundfunk hob die Royals-Spielerin vor allem hervor, dass Deutschland Belgien kaum die Möglichkeit gegeben habe, noch einmal in die Partie zurückzukommen. Der Auftritt zeige, welches Potenzial in dieser Mannschaft stecke.
Nun ist für Eichmeyer und die DBB-Auswahl sogar das WM-Finale zum Greifen nah. Am Samstag um 16.30 Uhr wartet im Halbfinale Frankreich, das China im Viertelfinale deutlich mit 90:61 besiegte. Deutschland spielt damit bei der Heim-WM nicht mehr nur um eine Überraschung, sondern tatsächlich um eine historische Medaille. Und in Saarlouis dürfte man ganz besonders mitfiebern: Eine Spielerin der Royals steht mit Deutschland unter den besten vier Basketball-Nationalmannschaften der Welt. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



