Nach Stadtratssitzung gestern: Aumann äußert sich zu Rücktrittsforderungen
Neunkirchen – Die Affäre rund um die Neunkircher Verkehrsgesellschaft (NVG) hat erneut den Stadtrat der Kreisstadt beschäftigt. In der Sitzung am Mittwoch (4. März 2026) stand der Umgang mit den Vorwürfen und deren politische Folgen im Mittelpunkt der Diskussion.
Besonders im Fokus der Debatte stand Oberbürgermeister Jörg Aumann (SPD), gegen den aus Teilen der Opposition Rücktrittsforderungen erhoben worden waren. In der Sitzung erklärte Aumann, dass ihn die Situation persönlich stark beschäftige. Gleichzeitig machte er deutlich, dass er zunächst die weiteren Entwicklungen abwarten wolle. Entscheidende Bedeutung hätten für ihn die Ergebnisse des angekündigten Gutachtens sowie mögliche Erkenntnisse der Ermittlungsbehörden. Erst danach wolle er bewerten, ob und wie er sein Amt weiterführen werde.
Auch der SPD-Stadtrat und Neunkircher Ortsvorsteher Heiko Schaufert, der zuvor Betriebsratsvorsitzender der NVG war, spielte in der Diskussion eine zentrale Rolle. Schaufert selbst nahm an der Sitzung allerdings nicht teil – er hatte krankheitsbedingt abgesagt. Zuvor hatte er den Ratsmitgliedern schriftlich mitgeteilt, dass aus seiner Sicht derzeit eine Vorverurteilung stattfinde und er auf die Unschuldsvermutung pocht.
Während Teile des Stadtrates Konsequenzen fordern und über mögliche rechtliche Schritte diskutieren, halten sowohl Aumann als auch Schaufert bislang an ihren Positionen fest. Damit bleibt die politische Lage in Neunkirchen angespannt, bis weitere Erkenntnisse aus Gutachten und Ermittlungen vorliegen. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



