Flammeninferno auf Hühnerhof – Tausende Tiere sterben bei Großbrand in Hemmersdorf

Hemmersdorf – (Von unserem Reporter Thorsten Kremers – Bildergalerie am Ende des Beitrags) Großalarm am frühen Montagmorgen (25 Mai 2026) in Hemmersdorf (Kreis Saarlouis): Gegen 4 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem brennenden Hühnerstall auf dem Karlshof gerufen. „Schon auf der Anfahrt konnten wir hohe Flammen und eine massive Rauchsäule sehen. Da außerdem die Gefahr bestand, dass das Feuer auf das Wohnhaus übergreift, wurden sofort weitere Einsatzkräfte nachalarmiert“, beschreibt Einsatzleiter Daniel Schwartz die dramatische Lage. Seit den frühen Morgenstunden sind weit über hundert Einsatzkräfte im Einsatz.

Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte wurde umgehend mit den Löscharbeiten begonnen. Nachdem die Wassertanks der Einsatzfahrzeuge schnell erschöpft waren, zeigte sich jedoch ein Problem: Der Hydrant am abgelegenen Hof lieferte nicht genügend Wasser. Deshalb musste eine rund 1,5 Kilometer lange Schlauchleitung bis zur Nied verlegt werden. Von dort wurde das Löschwasser zu einem Zwischenbecken gepumpt und anschließend an die Einsatzkräfte verteilt. Mit mehreren Strahlrohren und der Drehleiter aus Dillingen gelang es schließlich, die Flammen unter Kontrolle zu bringen.

Parallel dazu versuchten Feuerwehrleute immer wieder, die Hühner aus dem brennenden Stall zu retten. Viele der Tiere liefen jedoch zurück in das brennende Gebäude. Für tausende Tiere kam jede Hilfe zu spät. „Von den rund 7.000 Hühnern dürften lediglich etwa 1.000 bis 1.500 Tiere überlebt haben“, schätzt der betroffene Landwirt. Der Hof beliefert seit rund acht Jahren regionale REWE- und EDEKA-Märkte mit Eiern aus Bodenhaltung. Erst vor kurzer Zeit war der Tierbestand erweitert worden. Durch den Brand dürfte es nun auch zu Einschränkungen bei den Lieferungen kommen.

Wegen der starken Rauchentwicklung durch brennende Eternit-Dachplatten wurde über KATWARN eine Warnmeldung ausgelöst. Hintergrund war die mögliche Freisetzung von Asbestpartikeln. „Unsere Messungen ergaben jedoch keine Gefahr für die Bevölkerung“, erklärte der Einsatzleiter. Zusätzlich wurde das Technische Hilfswerk alarmiert, da am Gebäude Einsturzgefahr besteht. Auch die Versorgung der überlebenden Tiere muss noch geklärt werden. Während des Großeinsatzes wurden die Landstraßen L171 und L356 im Bereich Rehlingen-Siersburg voll gesperrt. Die Arbeiten der Einsatzkräfte werden voraussichtlich noch bis in die Nachmittagsstunden andauern. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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