Auto von Leitplanke katapultiert – Mann (69) bei Unfall auf A620 lebensgefährlich verletzt

Völklingen/Saarbrücken – (Von unserem Reporter Thorsten Kremers – Bildergalerie am Ende des Beitrags) Ein schwerer Verkehrsunfall hat am Mittwochabend (3. Juni 2026) auf der A620 in Höhe des Kraftwerks Fenne einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei ausgelöst. Ein 69 Jahre alter Autofahrer wurde dabei lebensgefährlich verletzt und musste nach einer aufwendigen Rettungsaktion mit einem Hubschrauber in das Winterberg-Klinikum nach Saarbrücken geflogen werden.

Nach ersten Erkenntnissen geriet der Mann mit seinem Pkw in Fahrtrichtung Saarlouis aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug fuhr auf eine ansteigende Leitplanke auf und wurde dadurch regelrecht von der Autobahn geschleudert. Der Wagen durchbrach einen Zaun des Kraftwerksgeländes, überschlug sich mehrfach auf einem dort verlaufenden Fußweg und beschädigte dabei auch einen massiven Baum. Erst rund 100 Meter von der Autobahn entfernt kam das Fahrzeug schließlich auf der Seite liegend zum Stillstand.

Die Rettungsarbeiten gestalteten sich äußerst schwierig. Aufgrund einer einspurigen Baustellenführung war die Anfahrt für die Einsatzkräfte erschwert. Zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge mussten über die Auffahrt Völklingen Hafen zur Unfallstelle gelangen. Zusätzlich landete der Rettungshubschrauber Christoph 16 direkt auf der A620. In Abstimmung mit dem Notarzt entschieden sich die Einsatzkräfte für eine sogenannte Sofortrettung. Hierfür wurde das Dach des stark deformierten Fahrzeugs entfernt, um den lebensgefährlich verletzten Fahrer schnellstmöglich zu befreien. Nach der Erstversorgung wurde der Mann mit dem Rettungshubschrauber ins Winterberg-Klinikum geflogen, wo er derzeit im Schockraum behandelt wird.

Der Unfall sorgte für erhebliche Verkehrsbehinderungen im Feierabendverkehr. In Fahrtrichtung Saarlouis bildete sich vor der Ableitung bei Klarenthal ein Stau von rund acht Kilometern. Auch in Richtung Saarbrücken kam es durch Umleitungen und Sperrmaßnahmen zu mehreren Kilometern Rückstau. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.

Zur Klärung des Hergangs wurde ein Unfallsachverständiger hinzugezogen. Dabei soll unter anderem geprüft werden, mit welcher Geschwindigkeit das Fahrzeug im Baustellenbereich unterwegs war. Ebenso wird untersucht, ob möglicherweise ein medizinischer Notfall zu dem schweren Unfall geführt haben könnte. Die Unfallaufnahme dürfte nach ersten Schätzungen bis kurz vor Mitternacht andauern. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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