Polizei stoppt Jugendliche aus Bangladesch – 3000-Euro-Fahrt endet an Goldener Bremm
Saarbrücken – Bei einer Kontrolle an der deutsch-französischen Grenze hat die Bundespolizei am Sonntagabend (28. Juni 2026) eine mutmaßliche Schleusung verhindert. Auf der A6 an der Goldenen Bremm überprüften die Beamten einen mit acht Personen besetzten Pkw mit französischem Kennzeichen.
Während sich der 36-jährige Fahrer ordnungsgemäß ausweisen konnte, verfügten seine sieben Mitfahrer im Alter zwischen 16 und 18 Jahren nicht über die erforderlichen Dokumente für die Einreise nach Deutschland. Nach Angaben der Bundespolizei stammen die Jugendlichen aus Bangladesch.
Sie erklärten den Einsatzkräften übereinstimmend, sie seien auf dem Weg zu einem eintägigen Aufenthalt in Wien. Den Fahrer hätten sie aufgrund eines Flyers engagiert, auf dem dieser seine Fahrdienste anbot. Sein bangladeschischer Name habe ihr Vertrauen geweckt.
Die Ermittlungen ergaben, dass der Fahrer ebenfalls bangladeschischer Staatsangehöriger ist und als selbstständiger Berufskraftfahrer arbeitet. Nach seinen Angaben sei die Fahrt von einem der Jugendlichen für einen Pauschalpreis von 3.000 Euro gebucht worden. Einen entsprechenden Chatverlauf konnte er den Beamten vorlegen.
Zwar gab der 36-Jährige an, die Gruppe am Folgetag wieder zurückbringen zu wollen, doch fanden die Bundespolizisten dafür keine Bestätigung. Zudem konnten weder der Fahrer noch die Mitreisenden eine Buchung für eine Übernachtung in Wien nachweisen, was nach Einschätzung der Ermittler Zweifel an der geschilderten Reise aufkommen ließ.
Gegen die sieben Jugendlichen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des versuchten unerlaubten Grenzübertritts eingeleitet. Ihnen wurde die Einreise nach Deutschland verweigert und sie wurden nach Frankreich zurückgewiesen.
Nach Angaben der Bundespolizei erklärten sich alle bereit, nach Paris zurückzukehren. Der Fahrer übernahm den Rücktransport, muss sich nun jedoch selbst wegen des Verdachts der Schleusung strafrechtlich verantworten. Es gilt die Unschuldsvermutung. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



