Mega-Beef ums St. Wendeler Oktoberfest – Fußballclub stinksauer auf Stadt
St. Wendel – Rund um das St. Wendeler Oktoberfest herrscht mächtig dicke Luft. Der FC Blau-Weiß St. Wendel hat sich jetzt mit einem ausführlichen Statement in den sozialen Medien zu Wort gemeldet und erhebt deutliche Vorwürfe gegen die Stadt. Hintergrund ist ein Streit um die Organisation des Oktoberfestes 2026 und vor allem um einen geplanten vierten Veranstaltungstag.
Der Fußballclub war bislang als Ausrichter beteiligt und ist auf die Einnahmen aus dem Fest angewiesen. Weil die Kosten massiv gestiegen seien – allein das Zelt soll 2026 rund 10.000 Euro mehr kosten – holte sich der FC Ende vergangenen Jahres mit Alm Events einen professionellen Partner ins Boot. Gemeinsam sollte das Oktoberfest wirtschaftlicher organisiert und an insgesamt vier Tagen veranstaltet werden.
Genau an diesem vierten Tag entzündete sich der Streit. Der FC behauptet, Bürgermeister Peter Klär sei bereits Ende 2025 über die Pläne informiert gewesen und habe die Konstellation samt zusätzlichem Veranstaltungstag mündlich abgesegnet. Anschließend sei über Monate gemeinsam mit der Stadt geplant worden. Noch Mitte April seien Programm und gebuchte Bands vorgestellt worden. Erst am 7. Mai habe das Ordnungsamt plötzlich die klare Ansage gemacht: Kein vierter Tag!
Die Stadt hatte den Sachverhalt bereits im Juni anders dargestellt. Demnach sei das eigentliche Oktoberfest zur Wendelskirmes traditionell nur an drei Tagen vorgesehen. Zwar habe es in der Vergangenheit am zusätzlichen Freitag kleinere Veranstaltungen gegeben, ein weiterer großer Oktoberfesttag sei aber auch wegen Beschwerden von Anwohnern über Lärm nicht gewollt. Als Alternative schlug die Stadt ein größeres Zelt für die drei Festtage vor.
Davon hält der FC wenig. Das größere Zelt würde nach Vereinsangaben etwa 15.000 Euro zusätzlich kosten, mehr Personal benötigen und garantiere keineswegs entsprechend mehr verkaufte Tickets. Schließlich kam es zum Bruch: Der FC und Alm Events stiegen aus dem bisherigen Modell aus. Die Stadt fand mit der Kneipe „Spinnrad“ einen anderen Veranstalter, sodass das Oktoberfest 2026 trotzdem stattfinden soll – allerdings an drei Tagen.
Der FC will nun eine eigene Oktoberfestparty in der Domgalerie veranstalten und legt zum Abschluss noch einmal nach: Gegenüber dem Verein sei betont worden, dass bei einer solchen Veranstaltung ein Verein im Vordergrund stehen müsse. Auf dem aktuellen Oktoberfest-Plakat könne man allerdings keinen Verein entdecken. „Schade für St. Wendel“, lautet das Fazit des Clubs. Damit stehen sich weiterhin zwei Versionen gegenüber: Der FC sagt, vier Tage seien abgesprochen gewesen – die Stadt sagt, vorgesehen waren immer nur drei. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



