Schweres Unwetter trifft Bliesgau – Dächer abgedeckt, Orte zeitweise abgeschnitten
Bliekastel – (Von unserem Reporter Thorsten Kremers – Bildergalerie am Ende des Beitrags) Ein schweres Unwetter hat in der Nacht zum Freitag (28. August 2026) im südöstlichen Saarland erhebliche Schäden angerichtet. Die Gewitterfront zog am späten Donnerstagabend aus Frankreich kommend über die Region.
Gegen 22 Uhr setzten heftiger Starkregen und schwere Sturmböen ein. Besonders betroffen war der Bliesgau mit dem Raum Blieskastel, St. Ingbert und Mandelbachtal. Dort wurden insgesamt acht Dächer von Häusern durch den Sturm abgedeckt und stark beschädigt.
Ab 23.30 Uhr registrierte die Lagezentrale der Polizei insgesamt 32 Unwettereinsätze. Zahlreiche Bäume hielten den kräftigen Böen nicht stand und stürzten auf Straßen. Daneben wurden mehrere Gebäude beschädigt. Nach bisherigen Erkenntnissen kamen trotz der teilweise massiven Auswirkungen des Unwetters keine Menschen zu Schaden.
An mehreren Wohnhäusern entwickelte der Sturm enorme Kräfte. Dachziegel und Eternitplatten wurden aus ihren Verankerungen gerissen und durch die Luft geschleudert. Trümmerteile landeten sowohl in Vorgärten als auch auf Straßen. An zwei Häusern wurden jeweils rund 25 Quadratmeter der Dachfläche beschädigt. Feuerwehrleute sicherten die offenen Bereiche und konnten teilweise heruntergerissene Dachziegel wieder anbringen.
Die Vielzahl umgestürzter Bäume stellte die Einsatzkräfte vor ein zusätzliches Problem. Zeitweise waren einzelne Ortsbereiche für etwa 45 Minuten auf dem Straßenweg praktisch nicht erreichbar. Bäume blockierten die Zufahrten und erschwerten damit auch Feuerwehr und weiteren Hilfskräften das Vordringen zu den betroffenen Stellen. Die Einsatzkräfte arbeiteten sich Stück für Stück durch die blockierten Straßen.
Parallel zu den Sturmschäden kam es zu erheblichen Problemen bei der Energieversorgung. Nach Angaben eines Polizeisprechers fiel infolge des Unwetters eine Trafostation in Blieskastel aus. Mehrere umliegende Orte waren dadurch ohne Elektrizität. Erschwerend kam hinzu, dass teilweise auch das Mobilfunknetz ausfiel. Für die Menschen in den betroffenen Ortschaften waren damit zeitweise sowohl Stromversorgung als auch die gewohnten Kommunikationswege unterbrochen.
Die Feuerwehr reagierte auf die Situation mit sogenannten „Leuchttürmen“. In den dunklen Ortschaften wurden mit Stromaggregaten betriebene Lichtmasten als weithin erkennbare Anlaufstellen eingerichtet. Dort konnten sich Bürger direkt an die Einsatzkräfte wenden. Auch Hilfeersuchen und Notrufe ließen sich über die Kommunikationsmöglichkeiten der Feuerwehr weiterleiten, wenn das Mobiltelefon nicht mehr funktionierte.
Bis tief in die Nacht waren zahlreiche Kräfte mit der Beseitigung der Unwetterfolgen beschäftigt. Straßen mussten von Bäumen und Ästen befreit, beschädigte Dächer gesichert und Gefahrenstellen beseitigt werden. Noch gegen 3.50 Uhr war die Stromversorgung nicht in allen betroffenen Bereichen wiederhergestellt. Das volle Ausmaß der Sachschäden dürfte sich erst im Laufe des Freitags zeigen. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)






















