Tragödie im Familienurlaub: 17 Monate altes Mädchen von Auto des Vaters überrollt

Grostenquin – Ein Familienurlaub im französischen Département Moselle hat ein unfassbar tragisches Ende genommen. Auf einem Campingplatz in Grostenquin, dem deutschen Großtänchen, rund 20 Kilometer von der saarländischen Grenze entfernt, ist am Mittwochnachmittag (2. September 2026) ein erst 17 Monate altes Mädchen bei einem Unfall ums Leben gekommen.

Nach bisherigen Erkenntnissen wurde das Kleinkind vom Auto seines eigenen Vaters erfasst. Die Familie stammt aus der Nähe von Stuttgart und war nach bisherigen Informationen erst kurz zuvor auf dem Campingplatz angekommen.

Die Eltern, beide etwa 40 Jahre alt, wollten dort gemeinsam mit ihren vier Kindern offenbar ihren Urlaub verbringen. Das später tödlich verunglückte Mädchen war das jüngste der Geschwister. Zunächst bezog die Familie einen Bungalow auf dem Gelände.

Wenig später baten die Eltern darum, die Unterkunft wechseln zu können. Der Vater setzte sich daraufhin ans Steuer des Familienautos, um den Wagen näher an den neuen Stellplatz zu bringen. Die Mutter befand sich zu diesem Zeitpunkt noch in der zunächst bezogenen Unterkunft.

Während des Rangiermanövers kam es dann zu dem folgenschweren Unglück. Nach ersten Erkenntnissen bewegten sich die Kinder in Richtung des Autos. Der Vater bemerkte offenbar nicht, dass sich seine 17 Monate alte Tochter in unmittelbarer Nähe des Fahrzeugs befand. Das kleine Mädchen geriet unter den Wagen und wurde überrollt.

Der Vater stoppte das Fahrzeug, doch trotz aller Bemühungen konnte das Leben des Kindes nicht mehr gerettet werden. Das Mädchen starb noch am Unfallort. Für die Familie begann damit nur kurze Zeit nach ihrer Ankunft auf dem Campingplatz eine kaum vorstellbare Tragödie. Die Angehörigen werden nach dem Unglück psychologisch betreut.

Die Staatsanwaltschaft in Saargemünd hat Ermittlungen zum genauen Unfallhergang eingeleitet. Mit den Untersuchungen wurde die Gendarmerie in Grostenquin betraut. Beim Vater wurden nach dem Unfall sowohl ein Alkohol- als auch ein Drogentest durchgeführt – beide Ergebnisse waren negativ. Nun soll rekonstruiert werden, wie es genau zu dem tödlichen Unfall kommen konnte. Die Ermittlungen der französischen Behörden dauern an. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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