Neues 49-Millionen-Euro-Forschungszentrum an Saar-Uni ist fertig

Saarbrücken – Auf dem Campus der Universität des Saarlandes ist eines der derzeit größten Hochschulbauprojekte des Landes fertiggestellt. Das neue Zentrum für Biophysik soll noch Ende September offiziell in die Verantwortung der Universität übergehen. Rund 49 Millionen Euro wurden gemeinsam von Land und Bund in den Forschungsneubau investiert.

Auf rund 4.000 Quadratmetern Nutzfläche entstehen moderne Arbeitsplätze für etwa 130 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Theoretischen Physik und Experimentalphysik. Zur Ausstattung gehören chemische, biologische und physikalische Labore, ein Reinraum, spezielle Laborflächen und Großgeräte der neuesten Generation. Nach der Übergabe beginnt die Universität mit der Einrichtung und dem Umzug der Arbeitsgruppen.

Das Gebäude wurde bewusst darauf ausgelegt, den Austausch zwischen den verschiedenen Forschungsbereichen zu fördern. Zwischen zwei begrünten Innenhöfen befindet sich eine über mehrere Etagen reichende Aufenthalts- und Kommunikationszone. Eine große Treppe verbindet die verschiedenen Abteilungen miteinander. Gleichzeitig bieten separate Labor- und Bürobereiche Rückzugsmöglichkeiten für konzentriertes Arbeiten.

Baustaatssekretär Torsten Lang und Universitätspräsident Prof. Ludger Santen besichtigten den nahezu bezugsfertigen Neubau jetzt gemeinsam. Nach Angaben des Landes wurden allein in den vergangenen vier Jahren rund 180 Millionen Euro für Baumaßnahmen an der Universität ausgegeben. Dazu zählen auch der Umbau der Philosophischen Fakultät für 65,5 Millionen Euro sowie ein derzeit entstehender Neubau der Medizinischen Fakultät in Homburg für 33,5 Millionen Euro.

Universitätspräsident Santen sieht in dem neuen Zentrum vor allem bessere Voraussetzungen für die Forschung. Die Wissenschaftler sollen dort künftig fachübergreifend und auch über verschiedene Standorte hinweg zusammenarbeiten. Die Forschung könnte unter anderem dabei helfen, die Funktionsweise des Zytoskeletts – vereinfacht gesagt des inneren Stütz- und Transportsystems biologischer Zellen – besser zu verstehen.

Mit der Fertigstellung beginnt nun die letzte Phase: Die Universität übernimmt das Gebäude, richtet Labore und Arbeitsplätze ein und organisiert die Umzüge. Das Land sieht den Neubau als wichtigen Baustein, um den Wissenschaftsstandort Saarland langfristig attraktiver zu machen und hochqualifizierte Forscher ins Saarland zu holen. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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