Neunkirchen. In enger Zusammenarbeit gelang es der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen und den Mitarbeitern des Abfallheizkraftwerkes (AHKW) Neunkirchen in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 11. Mai ein im Müllbunker des Kraftwerkes ausgebrochenes Feuer erfolgreich zu bekämpfen. Durch den schnellen Einsatz von Feuerwehr und Kraftwerksbetreiber konnte größerer Schaden verhindert werden. Eine Gefahr für Menschen und Umwelt bestand während des ganzen Einsatzes nicht.

In den späten Stunden der Nacht zum Donnerstag konnte ein Brand im dicht aufgeschichteten Müll im Bunker des AHKW Neunkirchen im Gewerbegebiet König entdeckt werden. Die Mitarbeiter des Kraftwerkes setzten die automatische Löschanlage in der Bunkeranlage in Gang und verständigten umgehend die Feuerwehr. Um 3:15 Uhr löste die Leitstelle Alarm für die Löschbezirke Neunkirchen-Innenstadt und Wiebelskirchen sowie den im Löschbezirk Wellesweiler stationierten Einsatzleitwagen der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen aus. Mit den fest im Bunker montierten, ferngesteuerten Wasserwerfern gelang es den Müllbrand effizient bis zum Eintreffen der Feuerwehr einzugrenzen.

Um die Müllschichten im Bunker besser durchdringen zu können und die Löschwirkung zu erhöhen wurde dem über die automatisiert arbeitenden Wasserwerfer abgegebenen Löschwasser ein Netzmittel zugemischt. Gelöscht werden konnte das Feuer im Zusammenspiel zwischen den ferngesteuerten Wasserwerfern des AHKW und einem Löschangriff mit Schaum durch die Feuerwehr. Dafür wurden vom Platz vor dem Bunker von den Feuerwehrleuten mehrere Schaumrohre vorgenommen, mit denen die brennenden Müllberge mit einer erstickenden Schaumschicht abgedeckt werden konnten. Der sich einstellende Löscherfolg zeigte sich schnell bei Kontrollen mit mehreren Wärmebildkameras, welche sinkende Temperaturen im Müllbunker anzeigten.

Letzte versteckt liegende Glutnester im dicht gepressten Müll konnten schließlich mit Hilfe des im Bunker angebrachten Greifbaggers durch Mitarbeiter des AHKW freigelegt und durch die Feuerwehr abgelöscht werden. Während des Einsatzes kam in den frühen Morgenstunden auch Bürgermeister Jörg Aumann an das AHKW, um sich über den Fortgang der Löschmaßnahmen zu informieren und den Feuerwehrleuten sein Lob für ihren Einsatz auszusprechen. „Nur durch die sehr gute Zusammenarbeit zwischen dem AHKW und der Feuerwehr sowie das gut funktionierende Sicherheitskonzept konnte der Brand derart schnell gelöscht werden“, zieht Feuerwehrsprecher Christopher Benkert ein Resümee für den Einsatz. Gegen 7:30 Uhr konnten die letzten Kräfte der Feuerwehr abrücken und ihren Einsatz am Abfallheizkraftwerk nach rund vier Stunden beenden.

Die Löschbezirke Neunkirchen-Innenstadt, Wiebelskirchen und Wellesweiler der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen waren mit 40 Feuerwehrangehörigen und elf Einsatzfahrzeugen ausgerückt. Auch die Polizei und der Rettungsdienst rückten ab. Die medizinische Absicherung des langwierigen Einsatzes übernahm zeitweise der DRK Ortsverein Illingen mit einem Rettungswagen.

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