Neunkirchen. Einen Tierrettungseinsatz der besonders schweren Art konnte die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen am Donnerstagmorgen, 29. Juni im Neunkircher Zoo zu einem guten und versöhnlichen Ende führen: Die 48 Jahre alte, asiatische Elefantenkuh Rani lag im Elefantentempel, kam aus eigener Kraft nicht mehr auf ihre Beine und benötigte die Hilfe der Feuerwehr. In einem routinierten, zweistündigen Einsatz konnten Neunkircher Feuerwehrleute zusammen mit den Zoomitarbeitern und Helfern des THW Ortsverbandes Spiesen-Elversberg Elefant Rani wieder auf die Beine helfen.

Gegen 8 Uhr am Morgen fanden die Tierpfleger Elefantenkuh Rani liegend im Neunkircher Elefantentempel auf. Trotz eigener Bemühungen schaffte es das mehrere Tonnen schwere Tier nicht wieder aufzustehen. Umgehend setzte der Zoo seinen eigens für derartige Fälle aufgestellten Alarmplan in Kraft. Neben der Zootierärztin Alma Gregersen wurde um 8:30 Alarm für den Löschbezirk Neunkirchen-Innenstadt der Feuerwehr Neunkirchen ausgelöst. Wenig später auch für einen Fachberater des THW und den THW Ortsverband Spiesen-Elversberg. In enger Absprache mit der Tiermedizinerin Alma Gregersen und den Tierpflegern unterstützen die Feuerwehrleute tatkräftig beim Rettungsversuch für den liegenden Dickhäuter. Wichtig war es die Rettung möglichst zügig durchzuführen, da das hohe Eigengewicht des liegenden Elefanten auf innere Organe wie das Herz drückte. Mit flachen, druckluftgefüllten Hebekissen konnte die Feuerwehr die Elefantenkuh sanft anheben, um Gurte eines speziellen Hebegeschirrs unter ihr hindurchzuschieben. Zum Anheben der Elefantenkuh sollte ein unter der Decke des Elefantentempels hängender Elektrokran verwendet werden. Vor dem Hebeversuch musste Rani von den THW-Helfern nur noch passend unter dem Kran positioniert werden. Schon der erste Versuch Elefantenkuh Rani mit dem Kran anzuheben glückte und die betagte Elefantenkuh schaffte es wieder auf die eigenen Beine. Nach erfolgter Rettung ließ sich die wieder glücklich stehende Rani von den Helfern von Feuerwehr, Zoo und THW noch mit einigen aufmunternden und stärkenden Äpfeln und Bananen füttern. Den Umständen entsprechend geht des Elefantenkuh Rani gut. Nur rund zwei Stunden dauerte der tierische Rettungseinsatz für die 15 Einsatzkräfte der Feuerwehr Neunkirchen, die mit fünf Einsatzfahrzeugen aus dem Löschbezirk Neunkirchen-Innenstadt angerückt waren.

Nicht sehr häufig, aber regelmäßig muss die Neunkircher Feuerwehr zu Tieren in Notlagen, wie auch der klassischen Katze auf dem Baum, ausrücken. Schon knapp vier Monate zuvor, am 24. Februar, war die Neunkircher Feuerwehr schon einmal zu einer Elefantenrettung in den Neunkircher Zoo ausgerückt, leider jedoch mit weitaus unglücklicherem Ausgang. Damals starb die kranke Elefantendame Buria trotz aller Bemühungen der angerückten Hilfskräfte während des Rettungsversuches. Nur zwei Tage vor dem Rettungseinsatz für Elefant Rani konnten Neunkircher Feuerwehrleute einem Fuchs auf einem Dach des Saarpark-Centers helfen und den Weg in die Freiheit weisen.

Anbei auch zwei erfreuliche Fotos die direkt im Anschluss an die anstrengende Rettungsaktion entstanden sind: Die im Einsatz befindlichen Feuerwehrleute füttern Elefantendame Rani mit Äpfeln und Bananen, um sie nach dem auch für sie anstrengenden Einsatz etwas zu stärken.

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