Pirmasens. Mehrere Verkehrsteilnehmer teilten der Polizei mit, dass auf der L 482 eine Herde Ziegen auf der Landstraße stehen würde. Die Funkstreife fuhr die Örtlichkeit an und wurde von ca. 60, sehr zutraulichen Ziegen umzingelt.

Zunächst wurde versucht die sehr anhänglichen Tiere von der Straße zu vertreiben. Das gelang nicht. Vielmehr hatte das Streifenteam alle Hände zu tun, die äußerst neugierigen Tiere davon abzuhalten, in den Funkstreifenwagen einzusteigen. Zur Unterstützung wurde ein zweites Streifenteam angefordert.

Die Beamten versuchten zunächst auf einem naheliegenden Bauernhof den Besitzer der Tiere zu erreichen. Auch dieser Versuch ist gescheitert. Weder Klingel- noch Klopfgeräusche wurden erhört. Selbst das eingeschaltete Martinshorn wurde nicht wahrgenommen. Also wurde die Herde unter „Polizeischutz“ mit der Absicherung durch zwei Funkstreifenwagen zurück zum Bauernhof begleitet.

Dort angekommen, wurde auch der Besitzer wach und hat sich weiter um die Tiere gekümmert. Für den zeitlich aufwendigen Polizeieinsatz werden jetzt Gebühren (deutlich über 600.– EUR) erfasst. – Für die Reinigung der „wohlriechenden Uniformteile“ müssen die Polizisten selbst sorgen.

Foto: Polizei Rheinland-Pfalz.

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