Neunkirchen. Ein Restaurant am Fuße des Neunkircher Wasserturms wurde in der Nacht zum Dienstag, 16. Januar ein Raub der Flammen. Das über die Stadtgrenzen bekannte Lokal im Stil einer amerikanischen Sportsbar stand schon beim Eintreffen der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen komplett in Flammen und brannte aus. Mit einem Großaufgebot konnte die Feuerwehr eine Ausbreitung des in dem Restaurant wütenden Feuers auf weitere Gebäudeteile verhindern.

Ein ausländischer Lastwagenfahrer meldete gegen 3:20 Uhr über den Notruf eine starke Rauchentwicklung und Feuerschein

im Verlauf der Gustav-Regler-Straße. Zur Erkundung der noch sehr unklaren und vagen Meldung rückte kurz darauf das Hilfeleistungslöschfahrzeug des Löschbezirkes Neunkirchen-Innenstadt aus. Schon auf der Fahrt die Gustav-Regler-Straße hinunter konnte die Besatzung des Löschfahrzeuges die anfängliche Meldung bestätigen. Schon aus einiger Entfernung konnte sie das Feuer in dem Restaurant unterhalb des Wasserturms deutlich sehen. Meterhoch schlugen die Flammen aus der Fensterfront des im Erdgeschoss gelegenen Restaurants. Umgehend forderte der Einsatzleiter weitere Einsatzkräfte an. Von der Leitstelle wurde der benachbarte Löschbezirk Wiebelskirchen alarmiert und Sirenenalarm in der Innenstadt ausgelöst, um noch weitere Feuerwehrleute in Einsatzbereitschaft zu versetzten.

Vom ersten Löschfahrzeug, das zwischen den Hochöfen Stellung bezogen hatte, gingen zwei Atemschutztrupps der Feuerwe

hr direkt zur Brandbekämpfung vor. Über die durch das Hitze bereits zerborstene Fensterfront konnte ein Trupp schnell die herausschlagenden Flammen mit einem feinen Wassernebel niederkämpfen. Parallel wurde durch den zweiten Trupp die mit einem Eisnatz aus Sicherheitsglas versehene Tür des Lokals geöffnet. Die Glasfüllung der Tür musste mit einer Rettungssäge, einer speziellen Motorsäge mit Hartmetallplättchen besetzter Kette, zerschnitten und ausgebaut werden.

Bereits wenige Minuten nachdem ein Trupp zur Brandbekämpfung ins Gebäude eingedrungen war, konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht und eine Ausbreitung somit gänzlich ausgeschlossen werden. Durch weitere unterdessen eingetroffene Kräfte konnte eine taktische Überdruckbelüftung mit zwei Lüftern aufgebaut und der Brandrauch über die Gebäuderückseite hinausgeblasen werden. Auch hier wurde erneut die Rettungssäge eingesetzt, um ein Tor in die Lagerräume des Restaurants aufzuschneiden.

Im Rahmen der Nachlöscharbeiten mussten die verbrannten, teilweise hölzernen Wand- und Deckenverkleidungen mühsam und kräftezehrend entfernt werden. In den unter den Verkleidungen befindlichen Hohlräumen konnten mit einer Wärmebildkamera letzte Glutnester gefunden und gezielt abgelöscht werden.

Neunkirchens Bürgermeister Jörg Aumann war in den frühen Morgenstunden ebenfalls zur Einsatzstelle geeilt um sich ein Bild von dem entstandenen Schaden zu machen und den Kräften für ihren unermüdlichen Einsatz zu danken. Eine Vielzahl der ehrenamtlichen Retter waren tags zuvor bereits über vier Stunden bei einem umgestürzten Radbagger auf der Willy-Brandt-Brücke (wir berichteten) und einer ausgelösten Brandmeldeanlage im gegenüberliegenden Saarpark-Center im Einsatz. Wehrführer Stefan Enderlein lobt vor allem das bes

onnene und schnelle Handeln der Besatzung des ersteintreffenden Fahrzeugs, durch deren Arbeit der entstandene Schaden erheblich begrenzt werden konnte.

Im Einsatz waren neben 45 ehrenamtlichen Einsatzkräften aus den Löschbezirken Neunkirchen-Innenstadt und Wiebelskirchen auc

h mehrere Einsatzfahrzeuge der Polizei und der Rettungswagen der Neunkircher Feuerwehr. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache noch am Morgen aufgenommen. Der Restaurantbetrieb kann durch den entstandenen Schaden nicht mehr aufgenommen werden.

Foto / Text: Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen

 

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