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Saarbrücken. Eine Verkehrskontrolle der besonderen Art fand am gestrigen Dienstag (20.08.2019) zwischen 14:00 Uhr und 20:00 Uhr am Grenzübergang „Goldene Bremm“ der BAB6 statt. Knapp 90 Beamte_innen des Zolls, der Bundespolizei sowie des Landespolizeipräsidiums (LPP) führten gemeinsame Fahrzeugkontrollen durch. Unterstützung erhielten die Einsatzkräfte von mehreren Kollegen und Kolleginnen der Police aux frontiers und der Gendarmerie.

 

Innenminister Bouillon nahm die gestrige Kontrolle zum Anlass, sich ein Bild von der von ihm forcierten Intensivierung der behördenübergreifenden Zusammenarbeit zu machen:

 

Wir brauchen die Kooperation zwischen Landespolizei, Bundespolizei, dem Zoll und den französischen Kollegen. Nur wenn alle Spezialisten vor Ort sind, kann man wirksame Kontrollen durchführen. Das hat sich hier bereits gezeigt, denn wir haben nach knapp einer Stunde die ersten Festnahmen. Deshalb werden wir auch in Zukunft auf solche Überraschungs-Kontrollen setzen, bei denen die verschiedenen Behörden zusammenarbeiten.“

 

Ein besonderes Augenmerk bei den Kontrollen galt dem gewerblichen Personen- und Güterverkehr und der Risikogruppe der „Jungen Fahrer“. Deshalb wurden einreisende LKW, Busse und PKW sowie deren Fahrer_innen überprüft. Im Großen und Ganzen gab es relativ wenige Beanstandungen. Auffällig war lediglich die hohe Anzahl an Verstößen gegen die sog. Sozialvorschriften (39 Verstöße, überwiegend gegen Lenk- und Ruhezeiten).

 

Neben diversen zoll-, grenz-, transport-, und einreiserechtlichen Verstößen (Einfuhr von Betäubungsmitteln, unerlaubte Einreise, Vollstreckung von Steuerschulden, etc.) wurde drei Fahrzeugführern Blutproben entnommen, da sie durch Drogen beeinflusst waren. Gegen drei weitere Personen bestanden Haftbefehle.

 

Für Verwunderung sorgte die Kontrolle eines französischen Verkehrsteilnehmers, der ohne gültigen Versicherungsschutz unterwegs war. Nachdem ihm die Weiterfahrt untersagt wurde, rief er einen Bekannten an, der ihn abholen sollte. Erstaunlicherweise fuhr der Bekannte an der Kontrollstelle ebenfalls ohne gültigen Versicherungsschutz vor, sodass ihn auch ein Bußgeld erwartet.

 

Nach der achtstündigen Kontrolle ziehen alle beteiligten Behörden eine positive Bilanz. Besonders hervorzuheben ist die besonders gute behördenübergreifende Zusammenarbeit, nicht nur während der Planung, sondern auch während des gesamten Einsatzes. Aufgrund der Größe der Gesamtkontrollstelle setzte das LPP eine Drohne für Übersichtsaufnahmen ein.

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