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Saarbrücken – Gegen 10 Uhr 30 erschien eine verletzte Frau in einem Krankenhaus in Saarbrücken mit einer Stichverletzung. Die Polizei wurde daraufhin von der Klinik verständigt. Bei der ersten Befragung gab das Opfer an, dass es zuvor zuhause zu einem Streit kam, bei dem sie von ihrem 18-jährigen Sohn attackiert und verletzt wurde.

„Da von der Polizei vermutet wurde, der Täter könnte sich noch dort befinden, wurde die Gersweilerstraße in Klarenthal voll gesperrt und Spezialkräfte hingeschickt“, so Polizei-Sprecher Stephan Laßotta. Der Busverkehr kam während des rund einstündigen Einsatzes zum Erliegen. Das Sondereinsatzkommando (SEK) und die psychologisch speziell geschulte Verhandlungsgruppe rückte an. Bei der Überprüfung des Hauses gegen 11 Uhr 30 konnte der Sohn nicht angetroffen werden. Er war flüchtig und wurde zur Fahndung ausgeschrieben.

Die Flucht dauerte nicht lange: Schon gegen 12 Uhr 10 konnte der Täter dann im Bereich des alten Saarbrücker Messegeländes angetroffen und festgenommen werden. Er leistete bei seiner Festnahme keinen Widerstand. Bei der Durchsuchung wurde ein Messer gefunden. Dieses könnte als Tatwerkzeug in Frage kommen. Die Untersuchungen diesbezüglich laufen.

Anschließend wurde der 18-Jährige in einem Transporter zur Befragung in die Dienststelle der Kriminalpolizei Saarbrücken in der Graf-Johann-Straße verbracht. Die Ermittlungen laufen derzeit u.a. in Richtung gefährliche Körperverletzung. Geprüft werden muss auch, ob ein psychischer Ausnahmezustand in Frage kommt und eine Unterbringung rechtfertigt.

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